APS ist wichtigste Quelle für Handlungsempfehlungen zur Patientensicherheit

Patientensicherheit © 9dreamstudio/Adobe.stock.com

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Laut einer aktuellen Studie wissen die meisten Kliniken, dass es Handlungsempfehlungen zur Patientensicherheit gibt und wo sie zu finden sind. Die mit Abstand wichtigste externe Quelle hierfür ist in Deutschland das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS). Geschätzt werden vor allem die Praxisrelevanz, gute Umsetzbarkeit und fachliche Fundierung der APS-Empfehlungen. Verbesserungspotential besteht vor allem darin, die Krankenhäuser schnell und zielgerichtet über neue Handlungsempfehlungen zu informieren und Praxisbeispiele zur Umsetzung zu veröffentlichen. Und es gibt noch viele Themen, zu denen neue Empfehlungen erarbeitet werden sollten.

Von der Praxis für die Praxis

„Von der Praxis für die Praxis war von Anfang an das Motto des APS. Das zahlt sich aus“, ist Hedwig François-Kettner, Vorsitzende des APS, überzeugt. „Da die Handlungsempfehlungen in unseren Arbeitsgruppen immer interdisziplinär von ausgewiesenen Fachexperten und Praktikern aus der Versorgung entwickelt werden, ist garantiert, dass wir die Umsetzung im Blick haben. Nur Handlungsempfehlungen, die vor Ort gelebt werden, nützen auch den Patienten.“

Empfehlungen von Experten

„Besonders wichtig ist die Zusammenarbeit mit den Fachgesellschaften bei der Verbreitung, aber natürlich auch bei der Erarbeitung der Handlungsempfehlungen“, zieht Dr. Ruth Hecker, stellvertretende Vorsitzende des APS, als Fazit aus der Befragung. „Insgesamt zeigt sich, dass gerade die breite Basis und die gute Zusammenarbeit mit allen Akteuren und auch den Patientenorganisationen die beste Grundlage für die Arbeit an der Verbesserung der Patientensicherheit ist. Darauf können wir für die Zukunft weiter aufbauen.“

Austausch auf der Jahrestagung am 9. und 10. Mai in Berlin

„Viele Krankenhäuser wünschen sich Praxisberichte aus der Umsetzung der Handlungsempfehlungen und insgesamt mehr fachlichen Austausch zu praktischen Erfahrungen mit den Inhalten der Broschüren“, resümiert Hardy Müller, Generalsekretär des APS die Studienergebnisse. „Genau das bieten wir auf unserer Jahrestagung ganz direkt und im persönlichen Kontakt. Deshalb kann ich nur alle herzlich zu unserer diesjährigen Veranstaltung zum Thema „Sicherheitskultur auf allen Ebenen“ am 9. und 10. Mai einladen. Direkter kann man Fragen nicht stellen, schneller keine Antworten erhalten.“ Das umfangreiche Tagungsprogramm kann hier eingesehen werden.

Kliniken wünschen sich weitere Empfehlungen für die Zukunft

Im Rahmen der mit Unterstützung des APS durchgeführten Studie waren im September und Oktober 2018 insgesamt 769 Krankenhäuser und Klinikverbünde befragt worden. Bei einer Rücklaufquote von etwas über 26 Prozent gaben knapp 90 Prozent der Krankenhäuser an, externe Handlungsempfehlungen zu kennen, mehr als 80 Prozent kannten die Produkte des APS. Andere Informationsquellen (am häufigsten genannt wurden allgemeine Internetrecherche (60 Prozent), Fachverbände (57 Prozent) und WHO (53 Prozent)) blieben deutlich zurück. Auf einer Skala von eins (geringster) bis zehn (höchster) wurde der Umsetzungsgrad nahezu aller APS-Handlungsempfehlungen im Median über fünf, bei drei Handlungsempfehlungen sogar mit zehn bewertet. Darüber hinaus wurden insgesamt 33 Anregungen für weitere Themen gegeben. Die vollständige Studie ist hier abrufbar.

Quelle:
Pressemdlung des APS vom 29.4 2019; www.aps-ev.de

cp/KWM
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