Arzt-Patienten-Gespräch: So funktioniert‘s

Arzt-Patienten-Gespräch © Robert Kneschke/Adobe.Stock.com

© Robert Kneschke/Adobe.Stock.com

Die Kommunikation zwischen Ärzten und ihren Patienten bietet immer wieder Anlass zur Diskussion. Zu viele Fachbegriffe seitens der Mediziner verunsichern Patienten und können das Behandlungsergebnis negativ beeinflussen. Außerdem kostet eine schlechte Gesprächsführung kostbare Zeit, wenn Patienten immer wieder nachfragen müssen, weil sie etwas nicht verstehen. Es gibt einige grundsätzliche Dinge, die Ärzte in der Kommunikation mit Patienten beachten sollten. Dann ist das Arzt-Patienten-Gespräch ein Gewinn für beide Seiten.

Die Begrüßung schafft Vertrauen und gibt die Ziele vor

Geben Sie Ihrem Patienten zur Begrüßung die Hand und nennen ihn bei seinem Namen. Halten Sie Blickkontakt. Dadurch schaffen Sie Vertrauen und geben Ihrem Gegenüber das Gefühl willkommen zu sein. Für den Fall, dass Sie den Namen des Patienten nicht wissen, fragen Sie ihn freundlich danach. Stellen Sie sich ebenfalls mit Namen vor. Für Patienten ist es wichtig, einen konkreten Ansprechpartner zu haben, zumal diese beispielsweise in der Klinik oft wechseln. Erläutern Sie Ihrem Patienten zu Beginn, was Ziel des Gesprächs ist (Anamnese, anstehender Eingriff, weiterer Behandlungsverlauf) und geben Sie einen Zeitrahmen vor. So vermeiden Sie ausufernde Gespräche.

Eine offene Fragestellung gibt dem Patienten Raum

Formulieren Sie Fragen an Ihren Patienten offen. Zum Beispiel: „Wie kann ich Ihnen helfen?“ – so geben Sie Ihrem Patienten die Möglichkeit, seine Beschwerden zu schildern. Sehen Sie ihn an, hören Sie ihm zu und lassen Sie ihn ausreden. Dadurch fühlt sich Ihr Gegenüber ernst genommen und Sie erhalten wertvolle Informationen.

Aktives Zuhören signalisiert Interesse

Patienten fällt es oft nicht leicht, Ihre Beschwerden zusammenhängend und präzise zu beschreiben. In der Klinik kommen oft Ängste in Bezug auf einen bevorstehenden Eingriff hinzu. Durch ein aufmunterndes Nicken, ein Lächeln und Blickkontakt signalisieren Sie Verständnis.

Am Ende ist es wichtig, dass Sie das Gespräch kurz zusammenfassen. So versichern Sie sich, dass Sie alles richtig verstanden haben und zeigen, dass Sie Ihrem Gegenüber zugehört haben. Sind Sie sich unsicher, ob Sie alles richtig verstanden haben, fragen Sie nach.

Verständliche Darstellung von Diagnose und Therapie

Wenn Sie Ihrem Patienten die Diagnose mitteilen sowie die entsprechenden Therapieoptionen, vermeiden Sie dabei Fachjargon. Ein Laie weiß nicht, was eine „Bursitis“ ist, kann aber mit dem Begriff „Schleimbeutelentzündung“ etwas anfangen. Kommen Sie direkt auf den Punkt. Zu viele Informationen verwirren.
Zeigen Sie Ihrem Patienten Schritt für Schritt, was er zu tun hat und erläutern Sie sowohl die Vorteile als auch die Nachteile einer Behandlung.

Ziel des Gesprächs ist es, dass Ihr Patient sich von Ihnen angenommen fühlt. So erhöhen Sie seine Bereitschaft, Ihren Anweisungen und Empfehlungen zu folgen.

Verabschiedung

Bevor Sie Ihren Patienten entlassen beziehungsweise das Zimmer verlassen, fassen Sie für ihn noch einmal die wichtigsten Inhalte und Vereinbarungen zusammen. Fragen Sie, ob ihm noch etwas unklar ist. Stellen Sie, sofern nötig, einen weiteren Gesprächstermin in Aussicht. Verabschieden Sie sich mit einem Händedruck und nennen Sie Ihren Patienten dabei erneut beim Namen. Halten Sie auch hierbei Augenkontakt.

Quelle:
www.journalmed.de

cp/KWM
Bildquelle:
© Robert Kneschke/Adobe.Stock.com

Hinterlassen Sie einen Kommentar