Besser, schneller & ressourcenschonender durch KI-gestützte Laborautomatisierung

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© Thieme & Frohberg GmbH

Der Fachkräftemangel im medizinischen Bereich ist eklatant und macht auch vor den Laboren nicht halt. Infolgedessen sind die Testkapazitäten zu gering oder die Ergebnisse lassen zu lange auf sich warten. Nicht selten wird das Labor daher zum Flaschenhals im Behandlungsprozess. Automatisierte Prozesse, unterstützt durch künstliche Intelligenz (KI), können helfen, schneller zu agieren und die Qualität der Leistung dabei sogar noch zu steigern.

Automatisierung des gesamten Analyseprozesses

Gerade bei der In-vitro-Diagnostik lassen sich im Grunde alle Prozessschritte automatisieren – von der Vorbereitung über die eigentliche Analyse bis hin zur Ergebnisauswertung. Wichtig ist in diesem Zusammenhang insbesondere die eindeutige Zuordnung der zu untersuchenden Proben. Gängig sind insbesondere zwei Formen der Kennzeichnung.

  • Unterscheidung per Farbcode: Die Entnahmeröhrchen für Blutanalysen werden im Labor per Farbcode geclustert und sind so für künstliche Intelligenzen unterscheid- und sortierbar.
  • Analyse per Barcode: Statt mit Farbcodes ist auch eine Identifikation via Barcode möglich. Die Weiterverarbeitung erfolgt in dem Fall kameragestützt.

Idealerweise kombinieren entsprechende Laborroboter verschiedene Handgriffe: Sie lesen also nicht nur den Barcode aus, sondern entfernen auch die Verschlusskappe, entnehmen einen Teil der Probe und versiegeln das Röhrchen anschließend wieder.

Monitoring via RFID

Einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt die Verwendung von RFID-Chips in den Laborabläufen. Auf diese Weise lässt sich zum einen jederzeit nachverfolgen, wo sich eine Probe aktuell befindet und wie der Stand der Analyse ist. Zum anderen können alle am Analyseprozess beteiligten Geräte miteinander kommunizieren. Die einzelnen Prozessschritte gehen nahtlos ineinander über. Zeitverzögerungen und doppelte Arbeiten gehören damit genauso der Vergangenheit an wie Unterbrechungen wegen dringender Anrufe, Zwischenfragen oder Mittagspausen.

Deutlich geringerer Dokumentationsaufwand

Die einzelnen Prozessschritte und ihre jeweiligen Ergebnisse werden dabei automatisiert dokumentiert. Alle relevanten Informationen, eventuelle Abweichungen, Besonderheiten etc. finden Eingang in ein angeschlossenes Management-System – und zwar in Echtzeit. Synchronisiert man dieses wiederum mit der Klinik-IT, können Ärzte beispielsweise über das Krankenhaus-Informationssystem (KIS) jederzeit den Stand der Auswertungen einsehen. Sie erhalten sogar per Push-Nachricht die Info, sobald die für sie relevanten Ergebnisse vorliegen. Auf diese Weise sind sie sofort handlungsfähig. Abstimmungsprozesse und mehrmaliges Nachfragen entfallen – und der Behandlungsprozess gewinnt an Beschleunigung. Zudem spart das Vorgehen Zeit und Ressourcen im Labor. Gleichzeitig steigt die Qualität, weil alle Abläufe absolut identisch, ohne jegliche Abweichungen, durchgeführt werden.

 

nl/kwm

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