Best Practice: Online-Gesundheitskonto für Patienten

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Das HELIOS Klinikum Krefeld bietet seinen Patienten seit Kurzem ein persönliches Gesundheitskonto an. Darin sind Infos zum stationären Behandlungsaufenthalt hinterlegt. Zudem lassen sich hier auch bereits vorhandene Gesundheitsdokumente wie Laborergebnisse einpflegen und gesammelt abrufen. Nach dem Klinikaufenthalt können die Daten weiterbehandelnden Ärzten, Apothekern und Therapeuten je nach Wunsch und Bedarf zur Verfügung gestellt werden.

Allzu oft sind die Daten zur persönlichen Krankengeschichte, wie Befunde oder Röntgenbilder, nicht verfügbar, wenn sie benötigt werden. Patienten des HELIOS Klinikums in Krefeld soll das in Zukunft nicht mehr passieren: „Unser Lebensumfeld ist längst digital. Auch unsere Patienten wünschen sich eine schnelle Verfügbarkeit von Informationen zu ihrem stationären Behandlungsaufenthalt. Deshalb stellen wir auf Wunsch ab sofort Befunde, Diagnosen und Arztbriefe unmittelbar nach Beendigung eines Aufenthalts in digitaler Form zur Verfügung. Wir sehen darin einen echten Mehrwert für unsere Patienten“, erklärt Klinikgeschäftsführer Alexander Holubars gegenüber dem Health & Care Management Magazin. Die Gebühren für das Gesundheitskonto in Höhe von 1,95 Euro monatlich werden für Patienten des HELIOS Klinikums Krefeld dauerhaft übernommen. Die Registrierung erfolgt über www.vitabook.de/helios.

Digitalisierungsgrad der Einrichtung ist entscheidend

Um in ein solches Projekt wie die patientengeführte Gesundheitsakte einzusteigen, braucht es im medizinischen Bereich der Klinik einen hohen Digitalisierungsgrad: „Am HELIOS Klinikum Krefeld sind alle wichtigen Systeme – von der Radiologie, übers Labor bis hin zur Kardiologie – digital am Krankenhausinformationssystem angebunden“, betont Kay Siercks, Regionalleiter IT der HELIOS Region NRW.

Datentransfer über sichere Verbindung nur mit Zustimmung der Patienten

Die Übertragung der Dokumente aus dem Krankenhausinformationssystem in das Gesundheitskonto erfolgt nur nach Zustimmung des Patienten, die zu jedem stationären Aufenthalt über eine Datenschutzerklärung neu eingeholt wird. Der Patient alleine ist also Eigentümer seiner digitalen Krankenakte. „Für den Datentransfer nutzen wir eine gesicherte Verbindung zu vitabook. Das Unternehmen vitabook wiederum setzt auf die Microsoft Cloud Deutschland“, erklärt der IT-Experte.

Neues Angebot bekannt machen

Seine Patienten informiert die Klinik über Informationsaufsteller mit entsprechenden Flyern sowie großen Plakaten. „Darüber hinaus sorgen Berichte in den lokalen Medien und unser digitales Magazin (HELIOS aktuell) dafür, dass die Zielgruppe von den neuen Möglichkeiten erfährt“, berichtet Marina Dorsch, die die Unternehmenskommunikation leitet. Darüber hinaus machen die Mitarbeiter persönlich in den Ambulanzen und der Aufnahme die Patienten auf den neuen Service aufmerksam.

Patienten zeigen sich interessiert

„Wir machen die Erfahrung, dass Patienten sehr positiv und interessiert auf das Angebot reagieren. Dabei wägen sie für sich mögliche Risiken einer Online-Akte mit dem medizinischen Nutzen ab. Aktuell sehen wir beim tatsächlichen Abschluss noch Zurückhaltung. Allerdings spielt auch die Frage, wann und wie dem Patienten Vorteile und Nutzen kommuniziert werden, eine große Rolle. Hier sind wir noch mitten in der Evaluierungsphase und können noch kein abschließendes Urteil fällen“, fasst Marina Dorsch die ersten Erfahrungen zusammen.

Quellen:
Klinik digital: Das Helios Klinikum Krefeld setzt auf Online-Gesundheitskonto für Patienten, Health & Care Management Magazin, online 9.5.2017
Immer in Reichweite: Die gesamte Krankengeschichte sicher in einem, HELIOS Aktuell – Das Online-Magazin der HELIOS Kliniken, vom 28.4.2017

cp/KWM
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