Delegieren schafft Freiräume

„Einem steigenden Versorgungsbedarf in der ambulanten und stationären Patientenversorgung steht derzeit ein sich abzeichnender und zukünftig ansteigender Ärztemangel sowie eine weiterhin zunehmende Arbeitsbelastung gegenüber. Entlastung könnte der vermehrte Einsatz von Arztassistenten bringen. Seit den 1960er-Jahren hat sich der Beruf des Physician Assistant (PA) in den USA bewährt. Der PA nimmt dem verantwortlichen Arzt Routinetätigkeiten ab und verschafft ihm dadurch mehr Freiräume für die eigentliche Behandlung. In enger Absprache mit dem verantwortlichen Ärzteteam kann der PA Anamnesen mit körperlicher Untersuchung durchführen, Diagnosen vorschlagen, Konsiliardiagnostik berücksichtigen, Behandlungspläne aufstellen und bei Operationen assistieren. Er kümmert sich auch um die adressatengerechte Weitergabe medizinischer Informationen, organisiert Verlegungen und Überweisungen und erstellt fachliche Protokolle und Dokumentationen der Behandlung. Die Verantwortung für die Behandlung des Patienten bleibt stets in ärztlicher Hand. Aus ärztlicher Sicht kann die Delegation dieser Aufgaben zu einer Steigerung der Effizienz der ärztlichen Tätigkeit in der operativen und ambulanten Behandlung führen.“

Dr. med. Gerrit Bode, Arzt in Weiterbildung zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie an der Klinik für Orthopädie und Traumatologie, Universitätsklinikum Freiburg

 

Ein Kommentar auf “Delegieren schafft Freiräume”

  1. Nun ist der Artikel knapp über ein Jahr alt … aber für mich immer noch interessant. Ich hatte bisher gedacht, dass das Delegieren nur ein Thema für die Bertriebswirtschaftslehre ist. Längst hat offensichtlich die Wichtigkeit des Delegierens auch seinen Einzug in das Gesundheitswesen gehalten.

    Beste Grüße

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