Digitale Fortbildung im Krankenhaus: Medizinwissen braucht smarte Methoden

Digitale Transformation © wladimir1804/ Adobe.Stock.com

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Spricht man von Digitalisierung, muss es nicht gleich um hochkomplizierte Technik in Form von Robotik und Künstlicher Intelligenz gehen. Digitalisierung kann im Krankenhaus auch an ganz anderen, aber nicht weniger wichtigen Stellen, ansetzen. Nämlich bei der Fort- und Weiterbildung im Krankenhaus. Ob Pflichtfortbildungen oder fachspezifische ärztliche Weiterbildung – die Digitalisierung kann hier noch großes Potenzial entwickeln.

Volker Pape, Leiter für Aus-, Fort- und Weiterbildung der Gesundheit Nordhessen Holding AG weist im Interview mit Klinik Rente darauf hin: „[…] statistisch gesehen hat ein Mediziner nur rund zehn Prozent des Wissens, das er für die Berufsausübung braucht, im Kopf gespeichert. Deshalb braucht er smarte Methoden, um digital über das Wissen zu verfügen.“ [1] Hinzu kommt die Tatsache, dass sich im Bereich der Medizin das Wissen inzwischen alle vier Jahre verdoppelt. Dadurch wird dem Wissensmanagement im Krankenhaus eine besondere Bedeutung beigemessen.

Digitale Fortbildung als Wettbewerbsfaktor im Krankenhaus

Digitale Fortbildungen besitzen auch strategisches Potenzial. Im aerzteblatt.de schätzte Anfang des Jahres die Personalberatung Rochus Mummert die zukünftige Arbeitgebersituation so ein: „Nur Einrichtungen, die sich als innovative, für digitale Neuerungen offene Arbeitgeber positionieren, werden künftig in der Lage sein, die besten Fachkräfte zu gewinnen und zu halten“. [2] Denn das medizinische Wissen verdoppelt sich nicht nur unglaublich schnell, es ist zunehmend mehr auch ein entscheidender Wettbewerbsfaktor für Krankenhäuser. Und je besser das Wissen einer Institution für die Mitarbeiter zugänglich ist, desto besser für die Patientensicherheit, für das Risikomanagement und letztendlich auch für die Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung. Nicht zu vergessen, die Zeit- und Geldersparnis, da Mitarbeiter zukünftig vor Ort ihre Fortbildungen durchführen können bzw. CME-Punkte sammeln.

Verschlankungspotenziale im Fortbildungsbereich nutzen

Das Deutsche Krankenhausinstitut (DKI) stellte in ihrem aktuellen Report zur Krankenhausstrategie 2020 fest, dass die Medizinstrategie mit der Personalstrategie korreliert – denn 90% der Krankenhäuser legen ihre Personalstrategie auf Grundlage der Medizinstrategie fest. Als strategische Personalmaßnahmen zählen beispielsweise die Personalentwicklung und -gewinnung. [3] Die Aus- und Weiterbildungsprogramme benötigen ein gewisses Maß an Anpassung, um den neuen Anforderungen nachzukommen. „Digitale Medien können in diesem Zusammenhang vielfältige Chancen bieten.“, prognostiziert das Bundesministerium für Bildung und Forschung. [4] Besonders für Krankenhäuser in ländlichen Kreisen kann eine Vorreiterstellung in diesem Bereich zum großen Plus für die Krankenhausmitarbeiter werden.

Innovative Fortbildung mit Kompetenz-Plattform ekg.training

Das Berliner Unternehmen close2real hat eine einzigartige Trainings-Plattform zusammen mit renommierter Kardiologie für die ärztliche Weiterbildung im Bereich EKG geschaffen. Der stetige Zuwachs an neuen EKGs auf der Plattform ermöglicht, anhand einer Vielzahl von EKGs zu trainieren und das bereits vorhandene Wissen zu vertiefen – ekg.training steht Kliniken und Praxen sowie Einzelpersonen zur Verfügung und bietet sich sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene an. Mehr zur Kompetenz-Plattform egk.training finden Sie in unserem Fachbuch-Blog oder Sie wenden sich direkt an kwm@frohberg.de für institutionelle Anfragen!

 

Quelle:

[1] Interview von Klinik Rente mit Volker Pape, 26.06.2018

[2] Beitrag von aerzteblatt.de, 16.01.2019

[3] DKI Report; Krankenhausstrategie 2020

[4] Neue Förderung: Digitale Fortbildung im Gesundheitssektor vom Bundesministerium für Bildung und Forschung; abgerufen am 22.10.2019

 

jb/KWM

 

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