Dokumentation im Krankenhaus

Dokumentation im Krankenhaus

© Thieme & Frohberg GmbH

Ist die Dokumentation ein Zeitdieb im Krankenhaus? Dass diese Frage mit Ja zu beantworten ist, zeigte bereits 2015 die HIMSS EUROPE Studie, in der es heißt: „Das Verhältnis zwischen Dokumentationsaufwand und Patientenarbeit stimmt nicht mehr überein.“ [1]. Laut der Befragung sind dabei Aufnahme- und Entlassungsberichte am aufwendigsten. Zum Zeitpunkt der Befragung nutzten etwa die Hälfte der Ärzte und 52 Prozent im Pflegedienst eine computergestützte Dokumentation.

Warum ist die Dokumentation so wichtig?

Die Dokumentation im Krankenhaus dient dazu, den Behandlungsprozess eines Patienten festzuhalten. Der Behandlungsverlauf soll nachvollziehbar dokumentiert werden, sodass nicht notwendige Doppeluntersuchungen vermieden und eine sachgerechte Therapie sichergestellt werden kann. Daher unterliegen u.a. Ärzte einer Dokumentationspflicht. Sie bietet Ärzten aber auch eine wichtige Beweisfunktion, um gegebenenfalls Rechenschaft zur Behandlung ablegen zu können [2]. Demzufolge ist die Dokumentation im Krankenhaus unverzichtbar – für Patienten und Ärzte.

Digitale Dokumentation ein Zeitsparer?

Die Lösung klingt erst mal ganz einfach: Sämtliche für die Behandlung relevanten Daten werden digital dokumentiert. Aber wie gelangen die Daten an die einzelnen Stellen, wo sie benötigt werden? Für den Austausch von administrativen und medizinischen Daten nutzen Krankenhäuser ein Krankenhausinformationssystem (KIS) – oftmals aber ohne entsprechende Dokumentationsfunktion.

Um bei der Dokumentation Zeit zu sparen, werden mobile Lösungen benötigt. Warum? Angenommen ein Krankenhaus implementiert ein System zur digitalen Dokumentation. Dieses System steht auch den Ärzten auf den Stationen zur Verfügung – aber nicht am Patientenbett. Hier würde weiterhin Zettel und Stift zum Einsatz kommen und anschließend müssten die Daten in das System übertragen werden. Für die mobile digitale Dokumentation ist es aber notwendig, dass die Mitarbeiter mit entsprechenden mobilen Geräten ausgestattet sind. Dass solche Systeme ohne Probleme an ein bereits vorhandenen KIS angebunden werden können, sollte dabei vorausgesetzt sein.

 

Lesen Sie hier mehr zu Digitales Entlassmanagement.

 

[1] HIMSS Europe Studie 2015 (PDF)

[2] Bundesärztekammer Berlin: Ärztliche Dokumentationspflicht (2018)

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