Dokumentationspflichten & Co.: Wissensmanagement reduziert das Arbeitspensum

Dokumentation in der Klinik © Ivan Traimak/ Adobe.Stock.com

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Ärzte und Pfleger sind gestresst. Grund dafür ist aber nicht etwa der Fachkräftemangel oder der Druck von Vorgesetzten. Das Klinikpersonal fühlt sich vor allem durch die immer komplexer werdende Bürokratie und die damit zusammenhängenden Dokumentationspflichten belastet. Genau die lassen sich mit vernetzten Lösungen und automatisierten Prozessen aus dem Wissensmanagement deutlich reduzieren. Davon profitieren die Mitarbeiter ebenso wie die Patienten.

Bürokratie führt zu negativem Stress

Ein Viertel der Ärzte bewertet seinen beruflichen Stresspegel als hoch, selbst an einem „normalen“ Arbeitstag. Klinikärzte leiden besonders und erleben die Belastungen in ihrem Job häufig als negativ. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Asklepios Kliniken. Demnach klagt bereits jeder dritte Arzt über Stressfolgen wie Kopf- und Rückenschmerzen, Schlafprobleme oder Herz-Kreislauf- sowie Magen-Darm-Beschwerden. In der Pflege sind die Zahlen sogar deutlich höher. Beide Berufsgruppen sind sich jedoch einig, dass die Hauptursache in den immer weiter zunehmenden Dokumentationspflichten liegt.

Ein eindeutiges „Ja“ zu den Dokumentationspflichten

Dabei sind die Dokumentationspflichten nicht per se schlecht. Schließlich haben sie haftungs- und beweissicherungsrechtliche Funktionen. Auch für die Abrechnung bilden sie die Basis. Zudem fördern sie den interdisziplinären und sektorenübergreifenden Wissensaustausch. Sie sind die Grundlage für weiterführende Behandlungen und zielen vor allem auf die Patientensicherheit. Allerdings nehmen sie mittlerweile so viel Raum ein, dass Ärzten und Pflegern immer wenig Zeit für die eigentliche Behandlung bleibt, was wiederum die Patientensicherheit gefährdet. Hier beißt sich, sprichwörtlich, die Katze in den Schwanz.

Ein deutliches „Nein“ zu Ressourcenfressern

Grundsätzlich sind die Dokumentationspflichten wichtig und unumgänglich. Aber sie dürfen nicht zum Ressourcenfresser werden. Zumal medizinisches Personal rar ist und ihr wertvolles Know-how dem Patienten zugutekommen soll und nicht der Bürokratie. Intelligente und gut vernetzte Wissensmanagement-Lösungen können den händeringend gesuchten Ausweg bieten. Dank Automatisierung ist es nämlich möglich, den Großteil der Daten ganz nebenbei zu erfassen und das vor allem ohne viel menschliches Zutun. So können die sogenannten Patientendatenmanagementsysteme, kurz PDMS, beispielsweise auf Intensivstationen den Großteil der dokumentationspflichtigen Daten direkt aus den beteiligten Medizingeräten und angeschlossenen klinischen Systemen übernehmen.

Wissensmanagement mit vielfältigen Mehrwerten

Die Vorteile sind vielfältig: Die händische Eingabe entfällt, selbst die Übertagung in den Kurven erfolgt mit einer entsprechenden Wissensmanagement-Lösung automatisch. Das setzt wertvolle Ressourcen beim Personal frei und reduziert zudem die Fehleranfälligkeit. Die Daten werden von der Lösung korrekt übertragen und sind für jeden gut leserlich. Darüber hinaus erlaubt das System einen ortsunabhängigen Zugriff auch von anderen Stationen und von mehreren zugriffsberechtigten Nutzern gleichzeitig.

Digitalisierung als Voraussetzung

So können die Dokumentationspflichten ihre Mehrwerte entfalten, ohne das Personal übermäßig zu belasten. Eine Win-win-Situation! Voraussetzung ist allerdings, dass Patientendaten digital vorliegen und die eingebundenen Systeme miteinander vernetzt sind.

nl/KWM
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