E-Health ist Wissensmanagement

E-Health © Andrey Popov/Adobe.Stock.com

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Wissensmanagement ist Ihnen nur vage bekannt? Auch, weil im stressigen Krankenhausalltag dafür nur wenig Zeit bleibt? Weit gefehlt! Wissensmanagement gehört mittlerweile – oft ganz unbemerkt – zu Ihren täglichen Herausforderungen. Und zwar nicht nur in der Verwaltung, sondern ebenso für Ärzte und Pfleger. Der elektronische Medikationsplan, das Notfalldatenmanagement und telemedizinische Anwendungen sind klassische Beispiele. Sie begegnen den Klinikmitarbeitern täglich, werden vielerorts zum Handwerkszeug und versprechen höhere Patientensicherheit sowie optimierte Abläufe. Dass sie zum klassischen Wissensmanagement gehören, ist dabei bisher kaum jemandem bewusst.

Digitalisierung macht Daten besser nutzbar

Wissensmanagement fokussiert sich – ganz grob umrissen – auf den effizienten Umgang mit Daten. Und davon gibt es im Krankenhaus bekanntlich jede Menge. Diese systematisch zu erfassen, zu speichern und so aufzubereiten beziehungsweise auszuwerten, dass sie sich für den individuellen Handlungserfolg nutzen lassen, ist Ziel des Wissensmanagements. Allerdings übersteigt dieser Anspruch die Kapazitäten in den Kliniken um ein Vielfaches. Angesichts der künftig weiter exponentiell wachsenden Informationsflut ist diesbezüglich auch keine Trendwende in Sicht. Der Wert der potenziell verfügbaren Daten steigt aber weiter.

Die Lösung liegt in der zunehmenden Digitalisierung und den neuen Möglichkeiten, die aus der intelligenten Vernetzung von Daten und dem Einsatz innovativer IT entstehen. Und genau die will E-Health nutzen.

E-Health ist mehr als nur innovative IT

Es geht also um Datenanalyse und um Wissensaustausch, aber auch um Automatisierung und Prozessverbesserungen. Es sollen Ressourcen geschont und Kapazitäten frei werden, die dem Patienten zugutekommen. Die Bandbreite reicht dabei von der digitalen Patientenakte bis hin zum Einsatz künstlicher Intelligenz und virtuellen Realitäten. In der öffentlichen Diskussion geht es dabei insbesondere um den sogenannten „Einsatz digitaler Technologien“. Das trifft den Kern aber nur zum Teil. Denn – und hier wird die Parallele zum Wissensmanagement besonders deutlich – auch die ausgeklügelste IT-Lösung wird scheitern, wenn neben der Technik nicht auch die Organisation und der Mensch in den Fokus rücken. Dieser Aspekt wiegt gerade im komplexen Klinikgefüge besonders schwer.

Informieren, kommunizieren und integrieren

Um E-Health erfolgreich ein- und umzusetzen, sollte das Hauptaugenmerk folglich nicht nur auf der Implementierung neuer IT. Vielmehr geht es um

  • die Bereitstellung relevanter Informationen,
  • der orts- und zeitunabhängige sowie medienbruchfreie Austausch von medizinischen Daten,
  • die Kommunikation von Wissen – interdisziplinär sowie in der Arzt-Patienten-Beziehung – sowie
  • die Integration der erhobenen Daten in alle internen und externen Klinikprozesse.

Bereitstellen, kommunizieren und integrieren sind klassische Ziele des Wissensmanagements. Bezogen auf den Gesundheitssektor und mit Hilfe der Digitalisierung wird daraus „Digitales Medizin-Wissensmanagement“, oder eben: E-Health.

nl/KWM
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© Andrey Popov/Adobe.Stock.com

 

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