E-Learning: Wie viel Wissensmanagement braucht digitale Weiterbildung?

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©Thieme & Frohberg GmbH

Von der Pflichtschulung bis zum Hygienekurs – das orts- und zeitunabhängige Lernen wird im Gesundheitswesen immer wichtiger. Doch digitale Weiterbildung ist kein Selbstläufer. E-Learning bildet einen wichtigen Baustein im immer digitaler werdenden Wissenskreislauf. Speziell für Krankenhäuser gilt dabei: Wo bestehendes Wissen permanent genutzt und verteilt wird, muss auch neues Know-how entstehen. Neben dem Lernen aus Erfahrung kommt dabei dem Erwerb expliziten Wissens eine entscheidende Rolle zu. Statt zeit- und kostenintensiver Präsenzveranstaltungen empfehlen sich dabei die wesentlich effizienteren virtuellen Alternativen des E-Learnings.

Wissenserwerb als einer der Hauptgründe für Wissensmanagement

Weshalb beschäftigen sich Organisationen mit der Einführung von Wissensmanagement? Branchenübergreifend sind die Beweggründe sehr ähnlich: Neben der Dokumentation und dem (Wieder-)Finden von Informationen gehören regelmäßig die Sicherung von Wissen, die Vernetzung von Wissensträgern und der Erwerb neuen Know-hows zu den häufigsten „Auslösern“ für Wissensmanagement-Projekte. Der Health Sector bildet dabei keine Ausnahme.

E-Learning mit unterschiedlichen Zielvorgaben

Der Wissenserwerb im Krankenhaus kann – ganz allgemein – zwei unterschiedliche Ziele verfolgen: Zum einen geht es um das Erlangen komplett neuer Kompetenzen, zum anderen um das Aktualisieren, Verfeinern und Vertiefen bestehenden Wissens. Oberste Priorität der klinischen Weiterbildung ist es, die Mitarbeiter immer auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft zu halten. Das betrifft neueste Erkenntnisse ebenso wie optimierte Prozesse und Abläufe – sowohl in der Verwaltung als auch in Medizin und Pflege. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Behandlungsqualität und das Patientenwohl; aber auch monetäre Aspekte, Bettenauslastung und Ähnliches spielen dabei eine Rolle.

Vor diesem Hintergrund gilt es auch, die Krankenhausprozesse und den Klinikalltag durch den regelmäßigen Weiterbildungsbedarf so wenig wie möglich zu stören oder zu unterbrechen. Das bedeutet: Betriebliches Lernen sollte bei minimalem Aufwand einen maximalen Ertrag erzielen. Das bezieht sich sowohl auf den Lernerfolg als auch auf die benötigten Ressourcen. Lassen sich Schulungsunterlagen, Kurskonzepte etc. mehrfahren verwenden, sind sie adaptierbar und müssen sie nur an einer Stelle gepflegt werden, rechnen sie sich deutlich besser als maßgeschneiderte Einmal-Lösungen.

Wie lässt sich E-Learning umsetzen?

E-Learning-Kurse können intern erstellt oder extern eingekauft werden. Umsetzbar sind sie im Rahmen von eventuell bereits vorhandener Software, wie Microsoft 365, als Add-on in bestehenden Systemen oder als separat zu implementierende Lernmanagement-Systeme (LMS). Wie bei allen anderen Wissensmanagement-Ansätzen, so gilt auch beim E-Learning: Der Erfolg steht und fällt mit der Akzeptanz der Mitarbeiter. Sehen sie die Vorteile gegenüber anderen Weiterbildungsformaten, nehmen sie die virtuellen Schulungen deutlich besser an. Hohe Usability, geringer Erklärungsbedarf und spielerische Elemente aus dem Social Web – vom Smiley bis hin zu Like- und Kommentarfunktionen – tragen dazu bei, dass sich die Anwender schnell zurechtfinden. Zudem gilt es im Sinne eines ganzheitlichen Wissensmanagements, die Funktionen des Wissenserwerbs mit den benachbarten Teilaufgaben zu verknüpfen. So sollten neue Erkenntnisse im Rahmen von E-Learnings gespeichert und mit anderen geteilt werden können. Auf diese Weise findet Lernen nicht losgelöst vom restlichen Klinikgeschehen statt, sondern wird zum festen Bestandteil der täglichen Routine.

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