Entscheidend für erfolgreiches Wissensmanagement: Die Führungskultur

Wissensmangement © iQoncept/ adobe.stock.com

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Wissensmanagement findet auf vielen verschiedenen Ebenen statt. Leider wird es oft fälschlicherweise mit Dokumentation gleichgesetzt und nicht strategisch betrachtet. Dann zielen alle Maßnahmen auf mehr oder ausführlicher dokumentierte Informationen statt auf einen Wandel der Unternehmenskultur. Eine wirklich sichtbare Veränderung in der Wissensnutzung kann aber erst dann gelingen, wenn es auch entsprechende Strukturen gibt. Diese Strukturen müssen oftmals erst einmal geschaffen werden. Aus diesem Grund sollten Führungskräfte, die in ihrem Unternehmen Wissensmanagement erfolgreich etablieren wollen, …

… Austausch und Vernetzung fördern

Wissen über Strategien, über Produkte, über den Markt und über die Kunden beziehungsweise Patienten so zusammenzuführen, dass daraus zukunftsorientierte Entscheidungen und wertschöpfende Prozesse werden, ist die tägliche Herausforderung der Führungskräfte. Das gelingt, wenn der Austausch unter den Wissensträgern gefördert und gefordert wird – auch abteilungsübergreifend. Eine übergreifende Form der Zusammenarbeit ist in traditionellen Unternehmensstrukturen aber oftmals gar nicht vorgesehen. Ziel der Führungskräfte sollte es daher sein, Brücken für die vielen kleinen Wissensinseln im Unternehmen zu bauen.

… selbst zum Vorbild werden

Der Paradigmenwechsel in der Führungskultur hat längst begonnen: Moderne Teams setzen viel stärker auf Selbstorganisation als auf hierarchische Führung. Die Führungskräfte müssen dabei vor allen anderen zu Vorbildern einer gelebten Wissenskultur werden. Wie? Indem sie ihrem Team zuhören. Wissen anzuerkennen – egal von wem es kommt, ist ein wichtiges Merkmal von innovativen Unternehmen. Indem die Führungskräfte zulassen, dass sich die besten Ideen weiterentwickeln – und zwar auch dann, wenn es nicht ihre eigenen sind – schaffen sie die Grundlagen für eine echte Wissenskultur.

… transparent kommunizieren und entscheiden

Es gibt verschiedene Hürden, die einen produktiven Wissensaustausch verhindern. Eine davon ist Unsicherheit. Unsicherheit entsteht oft aus Unwissen. Führungskräfte können einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, diese Hürden abzubauen, indem sie ihre Entscheidungen und ihr eigenes Wissen transparent machen. Die Mitarbeiter werden dieses Verhalten zurückspiegeln und ebenfalls transparenter handeln und andere informieren.

… Fähigkeiten und Potenziale erkennen

Ein klassisches Aufgabenfeld des Wissensmanagements ist es, Expertenwissen zu identifizieren und Kompetenzen so abzubilden, dass sie vom Unternehmen bestmöglich genutzt werden können. Eben diese Rolle hat auch die Führungskraft. Sie erkennt und entwickelt die Potenziale im eigenen Team und setzt diese bestmöglich ein. Sie ermutigt und unterstützt ihre Mitarbeiter darin, Wissen auch außerhalb der gewohnten Pfade einzubringen und setzt damit neue Energien für das gesamte Unternehmen frei.

… sich selbst als Wissensmanager verstehen

Führungskräfte sind Wissensmanager im ursprünglichen Sinne des Wortes: Sie sorgen dafür, dass Mitarbeiter wichtiges Wissen aufbauen oder veranlassen, dass Wissen von außen in das Team kommt. Sie sind selbst Drehkreuz für Informationen und entscheiden darüber, welche Informationen sie weitergeben und wann. Diese Rolle muss die Führungskraft aktiv annehmen und gestalten. Nur wem klar ist, dass er selbst einen direkten Einfluss auf die Ressource Wissen hat, kann diesen Einfluss auch gezielt einsetzen.

krs/KWM
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