Erholen Sie sich gut Teil 3: Was hilft bei Post-Holiday-Syndrom?

Entspannter Mann am Schreibtisch © WavebreakmediaMicro – Fotolia.com

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Den bevorstehenden Urlaub im Blick, haben viele von uns dieser Tage beschwingt und voller Vorfreude den Arbeitsplatz verlassen. Jetzt kehren wir gut erholt aus dem Urlaub zurück. Alles bestens, könnte man meinen – wäre da nicht dieses ungute Gefühl, das einen beschleicht, wenn man an den ersten Arbeitstag denkt: Frühes Aufstehen, unbearbeitete E-Mails, anstehende Besprechungen. Statt Motivation macht sich schnell Lustlosigkeit breit. Laut einer Umfrage des Reiseportals Momondo* sind rund 45 Prozent der Urlaubsrückkehrer am Arbeitsplatz traurig und deprimiert. Diagnose: Post-Holiday-Syndrom.

Erste-Hilfe-Maßnahmen gegen den Arbeitsblues

 

  • Bio-Rhythmus umstellen: Planen Sie Ihre Reise so, dass Sie vor Arbeitsbeginn noch einige Tage haben, um sich auf den bevorstehenden Alltag einzustellen. Das gilt insbesondere, wenn Ihr Reiseziel außerhalb der gewohnten Zeitzone liegt.
  • Kurze Woche: Legen Sie den ersten Tag auf einen Mittwoch oder Donnerstag. Eine kurze Woche zum Wiedereinstieg ist ideal.
  • Volles Postfach: Beginnen Sie mit den neuesten Mails. Ältere Nachrichten haben sich oft schon erledigt, so dass Sie an dieser Stelle keine Zeit und Energie mehr aufwenden müssen.
  • Angenehmen Aufgaben: Planen Sie für den ersten Arbeitstag Aufgaben ein, die Ihnen Freude bereiten, und keinesfalls schwierige Gesprächstermine oder Verhandlungen ein.
  • Erledigen Sie dringende Aufgaben schon vorher: Projekte, die nach Ihrem Urlaub nahe an der Deadline stehen, sollten Sie berücksichtigen und entsprechend vorbereiten, Aufgaben delegieren oder erledigen.
  • Schöne Souvenirs: Nehmen Sie ein Stück Urlaub mit in den Arbeitsalltag und trinken Sie Ihren Kaffee aus der Tasse, die Sie in den Ferien erworben haben. Ein Desktop-Hintergrund mit Urlaubsmotiv fängt die positive Stimmung der freien Zeit noch eine Weile ein.
  • Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub: Noch mehr als die Erinnerung an die zurückliegenden Ferien, hebt die Vorfreude auf die nächsten freien Tage die Stimmung. Planen Sie also gleich die nächste Auszeit!

Extratipps für Vorgesetzte

 

  • Wiedereinstieg erleichtern: Schenken Sie Rückkehrern persönliche Aufmerksamkeit und erkundigen Sie sich konkret nach Reiseziel und Urlaubserlebnissen.
  • Strukturierte Briefings: Setzen Sie sich zeitnah mit Ihren Mitarbeitern zusammen und besprechen Sie die welche Dinge, zuerst zu erledigen sind. Ein Update, was während des Urlaubs Wichtiges geschehen ist, trägt ebenfalls zu einem besseren Wiedereinstieg bei.
  • Nicht alles auf einmal: Dosieren Sie die Arbeitsanforderungen in den ersten Tagen.
  • Keine Überstunden am ersten Arbeitstag: Viele Arbeitnehmer neigen dazu, die „verlorene Zeit“ aufholen zu wollen. Signalisieren Sie, dass Pausen und Feierabend auch für Urlaubsrückkehrer gelten und Sie keine Überstunden erwarten.

*Die Daten wurden bei einer globalen Befragung im Januar 2016 erhoben, bei der es um die Reisegewohnheiten in 20 Ländern ging: Australien, Belgien, Brasilien, China, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Russland, Schweden, Schweiz, Spanien, Türkei und USA. Die Fragen wurden von 29.000 für die Bevölkerung der jeweiligen Länder repräsentativen Personen zwischen 18 und 65 Jahren beantwortet

Quellen:
Urlaub vorbei: Wie Sie wieder in den Job finden, www.karrierebibel.de
Nach dem Urlaub: Neun Tricks gegen das Post-Holiday-Syndrom, Süddeutsche Zeitung online, vom 13.9.2016
Tipps gegen den Urlaubsblues, www.momondo.de, 8.9.2016
Das Post-Holiday-Syndrom – Tipps gegen das Down nach dem Urlaub, www.sbk.org

cp/KWM
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