Fachkräfte finden über Social Media – Kurzinterview mit Dr. Johannes Wimmer

Dr. Johannes Wimmer

Dr. Johannes Wimmer

Wie erreiche ich meine Zielgruppen am besten? Diese Frage stellen sich nicht nur Wirtschaftsunternehmen, sondern auch Kliniken und andere Einrichtungen im Gesundheitswesen. Social Media spielt dabei eine wichtige Rolle – auch bei der Suche nach geeignetem Personal. KWM spricht mit Dr. Johannes Wimmer über Facebook und die Chancen, über dieses soziale Netzwerk neue Mitarbeiter für sich zu gewinnen.

Welche Social-Media-Kanäle empfehlen Sie für Kliniken?

Dr. Johannes Wimmer: Meines Erachtens ist Facebook ein geeignetes, weil in hohem Maße glaubwürdiges, Medium. Dieses soziales Netzwerk ist weit verbreitet und liefert gute, messbare Effekte. Vor allen anderen empfehle ich diesen Kanal.

Welche Zielgruppen erreichen Kliniken über Facebook besonders gut?

Dr. Johannes Wimmer: Facebook ist unter anderem eine hervorragende Plattform, um Personal zu gewinnen – gerade auch in den Bereichen Pflege oder kaufmännische Tätigkeiten. Denn hier können Sie sich als Klinik authentischer und lebendiger präsentieren und als attraktiver Arbeitgeber empfehlen als über eine einfache Stellenausschreibung in den einschlägigen Jobportalen. Dabei brauchen Sie auf Facebook für Ihre unterschiedlichen Zielgruppen – Patienten, Ärzte, Pflegekräfte, sonstige Angestellte oder Geschäftspartner – keine unterschiedlichen Auftritte. Sie können all Ihre Botschaften in einem Auftritt bündeln und diese dann selektiv ausspielen.

Facebook als Jobportal für meine Klinik?

Dr. Johannes Wimmer: Ja klar. In diesem Umfeld Stellen auszuschreiben ist effektiver als jedes Jobportal.

Sie sprechen die Menschen dort an, wo sie sowieso unterwegs sind und sich gut auskennen. Damit erreichen Sie nicht nur diejenigen, die gerade aktiv auf Jobsuche sind und nach Stellenanzeigen suchen, sondern haben auch die Chance, darüber hinaus Fachkräfte für sich zu interessieren. Dabei kommt Ihre Ausschreibung nicht nur bei Ihren „Fans“ an. Über die verschiedenen Tools können Sie es so steuern, dass Ihre Postings gezielt bei den Facebook-Nutzern ausgespielt werden, die für Sie relevant sind.

Wenn Sie eine Stelle über Facebook ausschreiben, kann die erste Kontaktaufnahme unkompliziert über die Nachrichtenfunktion erfolgen.

Was braucht eine Klinik dafür?

Dr. Johannes Wimmer:  Sie müssen bereit sein, in die Social-Media-Aktivitäten zu investieren. Sie brauchen Profis, die sich mit Facebook und den verschiedenen Tools auskennen und den Auftritt und die Zielgruppenansprache durchplanen und umsetzen. Wenn Sie jemanden mit den entsprechenden Kenntnissen in der Klinik haben – umso besser. Es gibt aber auch Dienstleister, die Ihnen das notwendige Know-how und die kontinuierliche Pflege Ihres Auftrittes anbieten.

Zur Person:
Dr. med. Johannes Wimmer arbeitet als Head of Digital Patient Communication am Competenzzentrum Versorgungsforschung in der Dermatologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Hier setzt er sich unter anderem mit der Wirksamkeit digitaler Patientenkommunikation praktisch und wissenschaftlich auseinander. Neben seiner medizinisch-wissenschaftlichen Tätigkeit am UKE vermittelt er über verschiedene Kanäle – von Printmedien über Internet bis hin zu Hörfunk und TV – wie man für sich selbst die beste Medizin findet. Zu diesem Themenfeld ist er auch auf YouTube, Facebook und Twitter aktiv. Im NDR moderiert er die Sendung „Wissen ist die beste Medizin“. Dr. Wimmer ist Geschäftsführer der MedServation UG, einer Kommunikationsberatung für Gesundheitseinrichtungen.

Lesen Sie hierzu auch den Beitrag „Social-Media-Marketing für Kliniken: Potenzial nach oben“ von Martin Schleicher.

Das Interview führte src/KWM
Bildquellen: © Dr. Johannes Wimmer und tom_nulens – Fotolia.com

 

 

 

 

Ein Kommentar auf “Fachkräfte finden über Social Media – Kurzinterview mit Dr. Johannes Wimmer”

  1. Maximi sagt:

    Ach der Dr. Johannes, der hat das wirklich sehr gut gemacht. Ich mag seine Posts, sehr informativ und verständlich erklärt alles. Ist auf jeden Fall sehr gut was er macht.

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