Gefürchtetes Geschäftsrisiko: Cyberattacken

Cyberattacke © michelangelus – Fotolia.com

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Wie blicken Führungskräfte im Gesundheitswesen in die Zukunft? Wo sehen sie Chancen, wo Risiken? Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hat 56 Führungskräfte aus 27 Ländern dazu befragt. Jetzt liegen die Ergebnisse der Studie „A new treatment? Healthcare findings from the 20th Annual Global CEO Survey“ vor: Demzufolge ist die Mehrheit der Meinung, dass digitale Technologien ihre Branche in den nächsten fünf Jahren grundlegend verändern werden. Gleichwohl sehen sie im mangelnden Schutz von Daten und deren Missbrauch die größte Bedrohung für ihr Geschäftsmodell. Im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen legen sie zudem mehr Wert auf Datensicherheit, unternehmen aber vergleichsweise wenig, um sich gegen Hackerangriffe aus dem Internet zu schützen.

Digitale Technologien revolutionieren die Gesundheitsversorgung

 

  • 86 Prozent der befragten Führungskräfte gehen davon aus, dass digitale Technologien die Branche innerhalb der kommenden fünf Jahre von Grund auf wandeln.
  • 52 Prozent erwarten deshalb innerhalb der nächsten drei Jahre eine positive Umsatzentwicklung, im vergangenen Jahr waren das nur 37 Prozent.
  • 46 Prozent rechnen bereits in den kommenden zwölf Monaten mit einem guten Geschäft – das liegt deutlich über dem Schnitt der sonstigen Wirtschaft von 38 Prozent weltweit.

Viel Angst, wenig Schutz: Nur die Hälfte wappnet sich gegen Cyberattacken

 

  • 82 Prozent der Befragten sehen in einem Verlust der Datensicherheit das größte Geschäftsrisiko.
  • 63 Prozent geben an, das Thema Datenschutz ernst zu nehmen.
  • 75 Prozent haben Angst vor Hackerangriffen, aber nur 48 Prozent schützen sich dagegen.

Wie auch die Befragten sieht Michael Burkhart, Leiter Bereich Gesundheitswesen & Pharma bei PwC in der Digitalisierung große Chancen für das Gesundheitswesen.

„Digitale Technologien ermöglichen eine bessere, schnellere und genau auf den einzelnen Patienten abgestimmte Versorgung – aber nur, wenn Unternehmen die Risiken angehen, die im Umgang mit riesigen Datenmengen entstehen“, so Michael Burkhart.

„Zu den Gewinnern werden vor allem die zählen, die nicht nur scheibchenweise nachbessern, sondern neue Technologien vorausschauend integrieren und für ihr Geschäftsmodell nutzen.“

Das ausführliche Interview mit Michael Burkhart zur aktuellen Studie finden Sie hier.

Quelle:
Cyberattacken sind das größte Geschäftsrisiko im Gesundheitswesen, Pressemeldung PwC vom 20.4.2017.

cp/KWM
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