Herr Dr. Google, was hab ich?

Damit Arzt und Patient sich auf Augenhöhe begegnen.

Fachvortrag auf den Wissensmanagement-Tagen am 14./15. November 2017 in Stuttgart

Als Mediziner wird man von Bekannten und Verwandten oft darum gebeten, deren medizinische Befunde zu erläutern. Die „Was hab‘ ich?“-Gründer fragten sich, was die Patienten machen, die keine Mediziner kennen. Daraus entstand die Idee zu ihrer Plattform washabich.de. Hier engagieren sich hunderte Medizinstudierende und Ärzte ehrenamtlich, indem sie die Befunde der Patienten kostenlos in eine leicht verständliche Sprache übersetzen. Denn Patienten, die ihre Erkrankung verstehen, können dieser bewusster entgegentreten, sie können im Arztgespräch die richtigen Fragen stellen und gemeinsam mit dem Arzt die richtigen Entscheidungen für ihre Gesundheit treffen. Seit 2011 konnten so bereits weit über 30.000 Befunde übersetzt und gleichzeitig mehr als 1.500 Mediziner in patientenfreundlicher Kommunikation geschult werden. Die Ausbildung bietet „Was hab‘ ich?“ seit 2014 auch als Universitätskurs für Medizinstudierende an. Das Projekt wurde vielfach ausgezeichnet und ist seit diesem Jahr auch mit washabich.ch in der Schweiz vertreten.

Um zukünftig noch mehr Patienten helfen zu können, hat „Was hab‘ ich?“ jetzt den Patientenbrief entwickelt, der Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt mit laienverständlichen Gesundheitsinformationen versorgen soll. So soll nachhaltig deren Gesundheitskompetenz erhöht werden. Das Pilotprojekt läuft bereits seit Herbst 2015 und wird, unterstützt vom Bundesministerium für Gesundheit, evaluiert. Die ersten Ergebnisse lassen erahnen, dass der Patientenbrief das Verständnis von Diagnosen, Untersuchungen und Medikationsplänen erhöht.

Über den Referenten
Ansgar Jonietz ist seit 2012 Geschäftsführer der „Was hab’ ich?“ gGmbH, Dresden; 2011 Mitgründer der Übersetzungsplattform „Was hab’ ich?“, die Medizinerlatein in Patientendeutsch übersetzt; seit 2010 Geschäftsführer der Netzmanufaktur GmbH. Dipl.-Informatiker; seit 2014 Master-Studium Gesundheitswissenschaften, seit 2015 Promotion im Bereich für Allgemeinmedizin der TU Dresden. Social Innovator of the Year, Manager des Jahres 2016.

Ansgar Jonietz, Geschäftsführer der „Was hab‘ ich?“ gGmbH

Ansgar Jonietz ist seit 2012 Geschäftsführer der „Was hab’ ich?“ gGmbH, Dresden; 2011 Mitgründer der Übersetzungsplattform „Was hab’ ich?“, die Medizinerlatein in Patientendeutsch übersetzt; seit 2010 Geschäftsführer der Netzmanufaktur GmbH. Dipl.-Informatiker; seit 2014 Master-Studium Gesundheitswissenschaften, seit 2015 Promotion im Bereich für Allgemeinmedizin der TU Dresden. Social Innovator of the Year, Manager des Jahres 2016.

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Ein Kommentar auf “Herr Dr. Google, was hab ich?”

  1. Meddie74 sagt:

    Danke für den Terminhinweis, hoffentlich gibt es noch freie Plätze! Nicht nur der Patientenbrief ist eine gute Sache, das Portal an sich klingt schon super. Denn nicht jeder bekommt gleich einen Termin bei seinem Facharzt, beim Hausarzt ist das schon einfacher. Aber wer noch keinen Arzt in Zürich, Dübendorf oder sonst wo hat, wird teilweise gar nicht aufgenommen. Da ist eine Gesundheits-Datenbank schon hilfreich. Und nicht nur dann, auch wenn es darum geht die Briefe mit den Befunden der Ärzte in Dübendorf zu verstehen, ist das „Was-hab-ich“-Portal eine gute Hilfestellung.

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