Humor fördern: Bundeshaushalt unterstützt den Einsatz von Klinik-Clowns

Klinikclowns © Dan Race/ Adobe.Stock.com

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Lachen ist gesund – das belegen inzwischen eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen. So hilft Humor Herzpatienten bei der Krankheitsbewältigung und unterstützt den Genesungsprozess. Kinder gehen mit weniger Angst in eine Operation, wenn sie zuvor mit Klinikclowns lachen durften. Martina Stamm-Fibich, Patientenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, kündigte vor Kurzem an, die Arbeit von Klinik-Clowns in Zukunft mit Geldern aus dem Bundeshaushalt zu fördern.

Der Dachverband Clowns in Medizin und Pflege Deutschland e.V. fördert die Qualität und Professionalität der Klinik-Clowns. Dafür ist finanzielle Planbarkeit wichtig. Bisher ist die Arbeit der „Humor-Heiler“ jedoch von Spenden abhängig, so dass ihr Einsatz immer wieder auf der Kippe steht. „Mit dem Bundeshaushalt 2018/2019 kann es nun erstmals eine Förderung des Bundes geben. Das Förderprogramm für experimentelle Pilotprojekte wird 2019 unter anderem zur Förderung der Klinik-Clowns mit zusätzlichen zwei Millionen Euro verstärkt. Die Klinik-Clowns können somit eine projektbezogene Förderung beim Bundesministerium für Gesundheit (BGM) beantragen“, ist auf der Internetseite Stamm- Fibichs zu lesen.

Klinik-Clowns leisteten „tolle Arbeit“ in sehr belastenden Situationen, so Stamm-Fibich. Sie sei froh, dass die „wichtige Arbeit“ endlich auch vom Bund anerkannt und gefördert werde. Der Meinung dürften auch viele Kliniken sein, die den Besuch der Clowns seit Jahren schätzen.

Clown-Visiten

Lachen fördert den Heilungsprozess, aus dieser Erkenntnis entstand 1986 in Amerika die Idee regelmäßiger Clowns-Besuche in Kinderkrankenhäusern. Seit Anfang der 90er gibt es Clown-Doktoren in europäischen Kinderkrankenhäusern, seit 1993 auch in Deutschland.

Quelle:
Endlich Bundesförderung für Klinik-Clowns möglich, Martina Stamm-Fibich, 9.11.2018

cp/KWM
Bildquelle: © Dan Race/ Adobe.Stock.com

 

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