Internes Qualitätsmanagement: Qualitätszirkel im Krankenhaus

© clipdealer/ Qualitätsmanagement

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Klinikabläufe effizienter gestalten, Mitarbeiter motivieren, Fehler vermeiden – das interne Qualitätsmanagement kennt viele Themen. Zahlreiche Krankenhäuser gehen diese Herausforderungen mit Hilfe von freiwilligem Engagement an: In Qualitätszirkeln beschäftigen sich Mediziner mit aktuellen Problemen und suchen nach Lösungswegen. Aber wie funktionieren Qualitätszirkel im Krankenhaus?

Internes Qualitätsmanagement ist Pflicht

Das Sozialgesetzbuch (SGB)  Fünftes Buch (V) verpflichtet Kliniken explizit zum internen Qualitätsmanagement. Gemeint sind damit vor allem Maßnahmen zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung. Dazu zählen insbesondere Risikomanagement-, Frühwarn- und Fehlermeldesysteme. In der Praxis setzen Kliniken vor allem auf den interdisziplinären Austausch und auf interne Weiterbildungsformate.

Qualitätszirkel fördern Transparenz und Effizienz …

Wie lassen sich Prozesse optimieren, Fehlerquellen ausschalten oder Verbesserungen herbeiführen? Antworten auf solche Fragen versuchen Klinikmitarbeiter in so genannten Qualitätszirkeln zu erarbeiten. Dafür treffen sich in der Regel zwischen sechs und neun Mitarbeiter fachübergreifend zum regelmäßigen Austausch. Die Teilnehmer an einem solchen Qualitätszirkel sind stets die gleichen, bei Bedarf können jedoch externe Experten, auch niedergelassene Ärzte – oder wichtige Klinikvertreter wie die Verwaltungsdirektion oder die Pflegedienstleitung – hinzugezogen werden. Idealerweise finden die Treffen wöchentlich statt.

Die Teilnehmer diskutieren hierbei wichtige Aspekte ihrer täglichen Arbeit oder besondere Herausforderungen ihres Aufgabengebiets. Ziel ist es, durch neue Blickwinkel und mittels Erfahrungsaustauch Optimierungspotenziale aufzuzeigen bzw. sich der Problemlösung zu nähern. Zum Einsatz kommen dabei die verschiedensten Kreativitätstechniken – vom Mindmapping über den A3-Report bis hin zum World Café.

… und tragen zur Weiterbildung bei

Aber auch Weiterbildung kann im Rahmen von Qualitätszirkeln stattfinden. Das ist dann der Fall, wenn neue Erkenntnisse aus aktuellen Behandlungsfällen oder auch aus der Fachliteratur fachübergreifend diskutiert werden. Auf diese Weise erfolgt zum einen die Wissensweitergabe an andere Medizinier. Zum anderen entsteht durch die anschließende, idealerweise interdisziplinäre Diskussion ein Wissenszuwachs, weil das bestehende Know-how durch das fachbereichsfremde Wissen erweitert wird.

Die Rolle der Patientenbefragung: Impulsgeber und Erfolgsindikator

Doch wo genau hapert es in den Klinikabläufen? Welche Optimierungspotenziale gibt es? Häufig sind es Patientenbefragungen, die den Anstoß geben und damit quasi als Impulsgeber für Qualitätszirkel dienen. Doch nicht nur das: Regelmäßig durchgeführt, können Patientenbefragungen auch den Erfolg der erarbeiteten Maßnahmen dokumentieren.

Nicole Lehnert/KWM-Redaktion

 

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