Klinisches Risikomanagement: Auf welchem Stand ist Ihre Klinik?

Jede zugelassene Klinik in Deutschland ist seit Mitte April 2014 dazu verpflichtet, klinisches Risikomanagement (kRM) mit Mindeststandards zu betreiben, die der Gemeinsame Bundesausschuss verbindlich festgelegt hat. Danach ist es wesentliche Führungsaufgabe, Risikomanagement zu unterstützen, eine Strategie zu entwickeln und Verantwortliche zu benennen. Kliniken sind unter anderem dazu angehalten, ein leicht zugängliches Fehlermeldesystem einzuführen, Mitarbeiter zu schulen und Fallanalysen zu etablieren. Um einen Überblick darüber zu bekommen, wie weit die Kliniken bereits mit der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen sind und wo es gegebenenfalls noch Handlungsbedarf gibt, führt das Institut für Patientensicherheit des Universitätsklinikums Bonn eine Befragung durch. Daran können interessierte Krankenhäuser noch bis Mitte Juni 2015 teilnehmen.

Vorteile für Kliniken

Mit der Befragung will das IFPS Bonn den Status Quo zum klinischen Risikomanagement erfassen und Schlüsselfaktoren für dessen erfolgreiche Umsetzung identifizieren. Was die Teilnahme für Kliniken interessant macht: Jede teilnehmende Einrichtung erhält einen Report, in dem dokumentiert ist, inwieweit die kRM Mindeststandards im eigenen Haus bereits umgesetzt sind. Der Bericht ermöglicht auch ein Benchmarking mit vergleichbaren Häusern und zeigt das eigene Entwicklungspotential auf. Langfristig sollen die Ergebnisse der Befragung Impulse für die Steuerung des kRM auf nationaler Ebene liefern.

So funktioniert die Teilnahme

Die Zugangsdaten zur Befragung wurden Anfang März 2015 an die im Statistischen Bundesamt gelisteten Krankenhäuser und Rehakliniken verschickt. Zudem können Interessierte einen direkten Zugang beim Institut für Patientensicherheit anfordern (krm@ukb.uni-bonn.de). Eine Teilnahme ist bis Mitte Juni 2015 möglich.

 

Quellen und weitere Informationen:

 

srh/KWM

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