Kommunikation, Dokumentation, Information: Mehr Transparenz durch Wissensmanagement

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Unterschiedlichste Berufsgruppen in den verschiedenen Abteilungen und Stationen stets konsistent zu informieren und vorhandenes Wissen transparent zu machen, gehört zu den größten administrativen Mammut-Aufgaben im Krankenhaus. Das Schichtdienst-System erhöht diese Herausforderung ebenso wie hohe Fluktuation und überdurchschnittliche Arbeitsbelastung. Ziel muss es sein, den Wissenszugang für alle Mitarbeiter zu vereinheitlichen und so zu strukturieren, dass jeder Zugriff auf relevantes Know-how erhält. Barrierefrei, leicht verständlich und stets aktuell. Eine Wissenslandkarte kann genau das leisten.

Was sind Wissenslandkarten?

Wissenslandkarten stellen das organisationale Wissen einer Klinik oder einzelner Abteilungen grafisch dar. Die Visualisierung erfolgt dabei mittels Mindmapping. Das heißt, große Hauptthemen werden als zentrale Knotenpunkte abgebildet. Die Strukturierung des vorhandenen Wissens erfolgt in Form der für Mindmaps typischen Aststruktur. Dabei gilt: Je verzweigter die Äste, desto tiefer das Wissen. Auf diese Weise können sowohl existierende Wissensbestände erfasst werden, aber auch Wissensträger, Wissensquellen und Wissensstrukturen sind darstellbar. Auf aktuelle Wissenskommunikation lässt sich verlinken, zum Beispiel auf den internen Klinik-Newsletter oder den Kantinenplan.

Warum ausgerechnet Mindmaps?

Mindmaps haben den großen Vorteil, dass sie Wissen „gehirngerecht“ visualisieren, die Art der Darstellung kommt den menschlichen Denkmustern auf natürliche Weise entgegen. So sind Zusammenhänge stets auf den ersten Blick erkennbar.

Sowohl die Dokumentation als auch das „Lesen“ der Maps gelingt intuitiv. Es sind keinerlei Schulungsaufwände erforderlich. Auch eine Einarbeitungszeit ist nicht nötig. Das trägt maßgeblich zur Akzeptanz bei den Mitarbeitern bei. Zudem bieten Wissenslandkarten einen einzigen Zugang zur gesamten klinischen Wissenswelt.

Die Map selbst bildet ein Wissenskonstrukt, das frei zugänglich sein kann. Über Verlinkungen lassen sich auch tiefere Erkenntnisse einbinden und mit einem Berechtigungsschutz versehen, so dass jeder wirklich nur die Inhalte abrufen kann, die für ihn und sein Aufgabengebiet relevant sind.

Mindmaps als lebende Wissensdokumente

Wissen ist immer in Bewegung. Das gilt insbesondere für wissensintensive Organisationen mit heterogenen Wissensflüssen und -trägern – also auch für Kliniken. Will man Transparenz in die dokumentierten und kommunizierten Wissensbausteine bringen, braucht man folglich kein statisches Dokument, das lediglich den Status quo zu einem bestimmten Zeitpunkt wiedergibt. Das Dokument wäre binnen kürzester Zeit veraltet und damit hinfällig. Mindmaps hingegen sind dynamische Wissenslandschaften, die sich jederzeit mit minimalem Aufwand anpassen und damit aktualisieren lassen. So wachsen sie mit der Organisation mit, machen Entwicklungsschritte deutlich und offenbaren bestehende Handlungsbedarfe. Damit sind Wissenslandkarten ein wertvolles Arbeitsmittel, das in keinem Krankenhaus fehlen sollte.

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