Lean Management: Mit kleinen Veränderungen Großes bewirken

Lean Management © treenabeena – Fotolia.com

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Sie wollen Ihr Krankenhaus wirtschaftlicher führen und gleichzeitig die Patientensicherheit erhöhen? Sie stellen die Weichen in Richtung Kostendeckung und streben eine Null-Fehler-Quote an? Auch eine bessere interne Kommunikation wäre schön, ebenso wie motivierte Mitarbeiter und – zum Beispiel aufgrund kürzerer Wartezeiten – zufriedenere Patienten? Dann führt kein Weg an Lean Management vorbei!

Mehr Zeit, weniger Kosten

Lean Management ist im Grund nichts Neues. Der Begriff ist aus der Betriebswirtschaft und mittlerweile auch aus dem Wissensmanagement bekannt. Im Fokus stehen schlanke Prozesse. Toyota revolutionierte damit in den 1990er Jahren sein Produktionssystem und gilt diesbezüglich seither als Maßstab. Dabei geht es darum, jede Form von Verschwendung zu vermeiden. Das bezieht sich auf materielle Güter ebenso wie auf immaterielle und schließt damit insbesondere die für das Krankenhaus wichtigen Ressourcen ein: Wissen und Zeit. Auch die Kosten hat das Lean Management im Blick. Unnötige Ausgaben sind dabei tabu. Stattdessen gilt es, Fehler zu verhindern, Prozesse zu optimieren und die Qualität maßgeblich zu erhöhen.

Wäre das nicht etwas, das Ihrer Klinik guttun würde?

Kleine Veränderungen mit großer Wirkung

Dass es in der Krankenhauspraxis funktioniert, das hat das Virginia Mason Institute unlängst mehrfach bewiesen: So konnte es mit Methoden aus dem Werkzeugkasten des Lean Managements beispielsweise die Vorbereitungsprozesse in OP-Sälen deutlich verkürzen. Damit lassen sich in Kliniken tagtäglich immense Zeitressourcen einsparen, was wiederum zur Kostenreduktion beiträgt. Zudem profitieren die Patienten.

Oft sind es vermeintliche Kleinigkeiten, die der gesamten Organisation große Mehrwerte bringen und die Klinikprozesse nachhaltig entlasten. Das gelingt aber nur, wenn alle Mitarbeiter – von der Pflegeschülerin bis hin zum Chefarzt – das Prinzip der Kontinuierlichen Verbesserung leben. In der Praxis bedeutet das: Augen auf und Ausschau halten nach Optimierungspotenzialen. Und zwar eigeninitiativ. Schon minimale Veränderungen bei der Essensausgabe, beim Bettenwechsel oder im Einweisungsprozess können sich auf die Gesamtorganisation auswirken.

Auf dem Weg zur Wissenskultur

Doch das ist nur die eine Seite der Medaille. Sicher fallen Ihren Mitarbeitern tagtäglich unzählige Kleinigkeiten auf, die man besser oder anders machen könnte. Nur weiß leider niemand davon. Stellen Sie sich vor, welche immensen Einsparpotenziale Ihnen dadurch verloren gehen. Und welche Qualitätsverbesserungen darin schlummern könnten. Folglich ist die Klinikleitung in der Pflicht, den vielen emsigen Helfern eine Stimme zu geben. Sie also dazu zu motivieren, ihre Verbesserungsvorschläge zu artikulieren. Auf Kommando wird das jedoch nicht klappen. Dafür braucht es vielmehr:

  • eine offene Informations- und Feedbackkultur,
  • hierarchieübergreifende Kommunikation auf Augenhöhe,
  • Mitspracherechte und
  • Fehlertoleranz.

Eine Wissenskultur also.

Kein Lean Management ohne Kulturwandel

Der Weg zu schlanken Prozessen, maximaler Qualität und hoher Wirtschaftlichkeit führt folglich über das Wissensmanagement. Es gilt, in den Kliniken einen Kulturwandel einzuläuten, der längst überholte Führungskonzepte ablöst und das Miteinander in den Vordergrund stellt.

nl/KWM
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