„Lernen in einer digitalen Welt“ – DigitalPakt Schule

Telemedizin © venimo/ Adobe.Stock.com

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Unsere Gesellschaft lebt bereits in einer digitalisierten Welt. Es ist Zeit, dass die Digitalisierung auch Einzug in die Schulen hält. Dazu hat die Bundesregierung eine Strategie entwickelt – den DigitalPakt Schule. Dieser zielt darauf, dass Bildungseinrichtungen, die notwendige technische Infrastruktur schaffen, um digitales Lernen zu ermöglichen.

Finanzielle Unterstützung für Schulen

Gemäß der Verwaltungsvereinbarung (§2) unterstützt der DigitalPakt „die kommunale Infrastruktur allgemeinbildender und beruflicher Schulen in öffentlicher Trägerschaft sowie […] ihnen nach dem Recht der Länder gleichwertigen Schulen in freier Trägerschaft.“ [2] Für freie Träger gilt es zudem zu beachten, dass deren Berücksichtigung vom landesweiten Anteil ihrer Schülerzahl abhängig ist.

Investitionen in Hard- und Software

Vorrangig geht es darum, eine digitale Vernetzung in den Schulen zu gewährleisten. Dafür sind Serverlösungen und WLAN als Basis für digitales Lernen bereitzustellen. Auch der Aufbau und die Inbetriebnahme von Lern- und pädagogischen Arbeitsplattformen sind über den DigitalPakt förderbar – vorausgesetzt sie bieten pädagogische oder funktionelle Vorteile gegenüber anderen Angeboten. Weiter besteht die Möglichkeit, mobile Endgeräte (schulgebunden) über den DigitalPakt Schule zu erhalten, wenn eine entsprechende Infrastruktur bereits besteht bzw. mitbeantragt ist. Ein Klassensatz Tablets bleibt aber wohl eher die Ausnahme – die genaue Ausgestaltung dieser Regelung obliegt den Ländern. In diesem Zusammenhang sind Lehrer-Fortbildungen nicht zu vernachlässigen. Denn nur wenn die technischen und personellen Ressourcen auf Digitalisierung geeicht sind, ist digitales Lernen realisierbar.

Ohne Konzept, keine Ausstattung

Um über den DigitalPakt eine Förderung zu erhalten, benötigt die Schule ein Konzept im Sinne eines Medienentwicklungsplans. Dieses sollte die pädagogische Strategie, die technischen Anforderungen und entsprechende Fortbildungen der Lehrkräfte beinhalten sowie allgemein den Vorgaben im DigitalPakt genügen. [3] Der Schulleiter übermittelt das fertige Konzept an den Schulträger, der diesen Antrag offiziell stellt. Die Antragsstellung kann gebündelt (Konzepte mehrerer Schulen eines Trägers) erfolgen.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Nicht jedes Angebot zum digitalen Lernen, ist auch über den DigitalPakt förderungsfähig. Bevor Schulen eine Wahl treffen, sind die vorgegebenen Kriterien in der Verwaltungsvereinbarung genau zu überprüfen. Denn grundsätzlich gilt, dass die zu schaffende digitale Infrastruktur „technologieoffen, erweiterungs- und anschlussfähig an regionale, landesweite oder länderübergreifende Systeme“ ist (Verwaltungsvereinbarung §3, Abs. 1, Satz 3).

 

Hinweis: Die eLearning Plattform Lehren und Lernen bietet als förderungsfähiges Lernmanagementsystem (LMS) einen unkomplizierten Einstieg in die Welt des digitalen Lernens. Speziell auf Gesundheitsfachschulen ausgelegte Seminare mit kleinen Teilnehmergruppen bieten die erforderliche Hilfestellung zur erfolgreichen Etablierung und zu einem eigenen Organisationskonzept.

 

jb/KWM

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