Lohfert-Preis 2019: Auszeichnung in Hamburg vergeben

Lohfert Preis 2019 © Christoph Lohfert Stiftung/ Michael Rauhe

Renate Hadi, David Bayer und Sabine Wolf (v.l.n.r.) stellten die Besonderheit des ausgezeichneten Projekts vor. © Christoph Lohfert Stiftung/ Michael Rauhe

So wenig wie möglich, so viel wie nötig! Dieser Maxime folgend, haben Sabine Wolf, David Bayer und Renate Hadi die Pflegedokumentation am Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien (AKH) vereinheitlicht, verschlankt und digitalisiert. Dafür haben sie den diesjährigen Lohfert-Preis erhalten. Die Preisverleihung fand vergangene Woche im Rahmen des 15. Gesundheitswirtschaftskongresses in Hamburg statt. Die Auszeichnung wurde dieses Jahr zum 7. Mal vergeben und ist mit 20.000 Euro dotiert.

Zeitgewinn entspricht 100 zusätzlichen Vollzeitkräften

„Das Projekt trägt dazu bei, Patientensicherheit zu leben. Es stellt sicher, dass die Leistungsstunden, die früher in die Dokumentation geflossen sind, jetzt den Patienten zugutekommen: Für das AKH Wien sind das etwa 100 Vollzeit äquivalente Arbeitnehmer mit ihren jährlichen netto Arbeitsstunden“, veranschaulichte die Direktorin des Pflegedienstes den Gästen den zeitlichen Gewinn für die Arbeit der Pflege am Patienten. Es lohnt sich also die Dokumentationsprozesse auf Station genau unter die Lupe zu nehmen.

Initiatorin des Projekts am AKH Wien war unter anderem die Pflegeberaterin Renate Hadi. David Bayer, Leiter Abteilung Pflege- und Betriebsprozesse, war für die Umsetzung verantwortlich. Sabine Wolf, MBA, Direktorin des Pflegedienstes, hat den Auftrag dazu erteilt. Die Auszeichnung durch die Christoph Lohfert Stiftung ist für sie alle eine weitere Bestätigung, dass sich die Arbeit gelohnt hat.

Multiprofessioneller Ansatz hat sich ausgezahlt

Entscheidend für das Gelingen des Konzepts ist nach Angabe der Projektverantwortlichen der partizipative und multiprofessionelle Zugang. Während der Erarbeitungsphase berieten eine Juristin, eine Qualitätsbeauftragte und Fachexpertinnen von intern und extern das Kernteam von vier Pflegeberaterinnen.

Thema des Lohfert-Preises 2020

Der Lohfert-Preis 2020 steht unter dem Titel „Messbare Innovationen zur Verbesserung der Patientensicherheit“. Bewerbungen für den Lohfert-Preis 2020 können ab Mitte Oktober unter www.christophlohfert-stiftung.de eingereicht werden. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 29. Februar 2020 und steht erstmals unter der Schirmherrschaft von Dr. Regina Klakow-Franck, Fachärztin für Gynäkologie und Expertin für Qualitätssicherung in der Medizin sowie stellvertretende Institutsleiterin des IQTIG – Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen.

Quelle:
www.christophlohfert-stiftung.de

cp/KWM
Bildquelle:
© Christoph Lohfert Stiftung/ Michael Rauhe und Bertram Solcher

 

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