Lohfert-Preis 2019 für Pflegedokumentation des AKH Wien

Digitale Patientendokumentation © Wittaya/Adobe.Stock.com

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Die Christoph Lohfert Stiftung prämiert in diesem Jahr ein Projekt zur Pflegedokumentation: Dem Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien ist es durch die Umstellung auf ein digitales Dokumentationssystem gelungen, die Aufzeichnungen im Pflegeprozess zu vereinheitlichen und zu vereinfachen. Dadurch bleibt mehr Zeit für die Pflege der Patienten. „Pflegequalität und Patientensicherheit werden dadurch erhöht“, so die Jury.

Initiatoren des Projekts am AKH Wien sind die Pflegeberaterinnen Renate Hadi, Maria Stockmayr, Eveline Beutl und Sabine Eder. Für die elektronische Umsetzung ist David Bayer, Leiter Abteilung Pflege- und Betriebsprozesse verantwortlich. Auftraggeberin ist Sabine Wolf, MBA, Direktorin des Pflegedienstes.

Partizipativer und multiprofessioneller Zugang entscheidend für den Erfolg

Das Projekt setzt sich aus verschiedenen Maßnahmen zusammen, die bereits im AKH Wien umgesetzt worden sind. Ziel war es, die Inhalte in der Dokumentation nach dem Leitmotiv „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“ auf den Normalstationen zu verschlanken, zu vereinheitlichen und auf eine digitale Pflegedokumentation umzustellen.

Entscheidend für das Gelingen des Konzepts ist nach Angabe der Projektträger der partizipative und multiprofessionelle Zugang. Während der Erarbeitungsphase berieten eine Juristin, eine Qualitätsbeauftragte und Fachexpertinnen von intern und extern das Kernteam von vier Pflegeberaterinnen.

Weglassen von Bürokratie

Dr. Andreas Tecklenburg, Mitglied der Jury, begründet die Wahl des Preisträgers 2019: „Das ausgewählte Projekt hat durch seine kontinuierliche konsequente Vorgehensweise, die Pflegeplanung neu zu organisieren, zu vereinfachen und zu digitalisieren, großen Mut bewiesen. Besonders das „Weglassen von Bürokratie“ beeindruckte die Jury. Die nachhaltige Ausrollung in der gesamten Einrichtung sowie der Fokus auf die Patienten, die Pflege besonders nötig haben, entsprechen dem Kerngedanken der Christoph Lohfert Stiftung.“

Pflegende zum Wohl des Patienten entlasten

Prof. Dr. Dr. Kai Zacharowski, Vorsitzender des Vorstands der Christoph Lohfert Stiftung, begrüßt die Entscheidung der unabhängigen Jury: „Mit der Wahl des Preisträgers 2019 hat die Jury ein vorbildliches Projekt ausgewählt, das durch seinen partizipativen und multidimensionalen Ansatz die Pflege enorm entlastet und mehr Zeit für den Patienten schafft.“

Der Lohfert-Preis 2019 wird in diesem Jahr zum siebten Mal vergeben wird. Die Auszeichnung ist mit 20.000 Euro dotiert und steht unter der Schirmherrschaft der Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. Die Preisverleihung und Vorstellung des Preisträgers findet am 17. September 2019 im Rahmen des Gesundheitswirtschaftskongresses in Hamburg statt.

Quelle:
Christoph Lohfert Stiftung: www.christophlohfert-stiftung.de

cp/KWM
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