Lohfert-Preis 2019: Neues Jurymitglied Joachim Prölß im Interview

Joachim Prölß © UKE

Joachim Prölß ist gespannt auf die diesjährigen Beiträge zum Lohfert-Preis © UKE

Mehr Zeit für den Patienten – digitale Konzepte zur Entlastung der Pflege: So lautet das Ausschreibungsthema für den Lohfert-Preis 2019 (wir berichteten). Auch in diesem Jahr sucht die Christoph Lohfert Stiftung praxiserprobte und nachhaltige Konzepte, die den stationären Patienten im Krankenhaus, seine Bedürfnisse und Interessen in den Mittelpunkt rücken. Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2019.

Viele Pflegende beklagen den zunehmenden Dokumentationsaufwand, der ihnen zu wenig Zeit für die eigentliche Arbeit am Patienten lässt. Die Digitalisierung kann einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung von Arbeitsorganisation, Prozessgestaltung und damit zur Entlastung der Pflegenden leisten. Projekte dieser Art werden jedoch nur zögernd angestoßen und vorangetrieben. Ein Grund für die Christoph Lohfert Stiftung, innovative Konzepte in der Pflege aufzuspüren und im Rahmen der Preisverleihung bekannt zu machen.

Joachim Prölß im Interview

Joachim Prölß, Direktor für Patienten- und Pflegemanagement am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), ist neu in der unabhängigen Jury. Erstmals entscheidet er mit, welches Projekt am Ende ausgezeichnet wird. In einem Interview gibt er Auskunft über den Digitalisierungsstand im UKE und erklärt zudem, was er sich von den eingereichten Konzepten erwartet, die er mit bewerten soll. Für ihn besonders wichtig: „Die Projekte müssen einen sichtbaren positiven Einfluss auf die Arbeitsbedingungen der Pflegenden und die Versorgung der Patienten haben, sodass beide Seiten davon profitieren.“ Wünschenswert wäre es zudem, dass ein Projekt gut auf andere Einrichtungen oder Bereiche übertragbar sei, sodass möglichst viele von den bereits gesammelten Erfahrungen profitieren könnten.

Abrufbar ist das Interview hier. Wenn Sie wenig Zeit haben, gibt es auch noch eine zusammengeschnittene Kurzversion.

Wer sich bewerben möchte, hat noch bis zum 28. Februar 2019 die Möglichkeit, sein Konzept einzureichen. Teilnehmen können Einrichtungen der stationären Krankenversorgung im deutschsprachigen Raum sowie Management- und Beratungsgesellschaften, Krankenkassen oder sonstige Experten. Die Bewerbung muss in deutscher Sprache verfasst und online eingereicht werden. Weitere Informationen finden Interessierte hier.

Der Lohfert-Preis steht unter der Schirmherrschaft der Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks und ist mit 20.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 17. September 2019 im Rahmen des 15. Gesundheitswirtschaftskongresses in Hamburg statt.

Quelle:
Christoph Lohfert Stiftung

cp/KWM
Bildquelle: ©
UKE und Thieme Gruppe/Kirsten Oborny

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