Qualitätsmanagement nicht ohne Klinikleitfäden

Copyright by Thieme & Frohberg GmbH / Klinikleitfäden

© Thieme & Frohberg GmbH/ Qualitätsmanagement mit Klinikleitfäden

Die Qualität im Krankenhaus ist ein elementarer Bestandteil für den Krankenhausbetrieb. Gemäß § 136b Abs. 1 S.1 Nr.3 SGB V sind Krankenhäuser gesetzlich dazu verpflichtet, einen jährlichen Qualitätsbericht zu verfassen [1]. Generell meint Qualitätsmanagement (QM), „die zielgerichtete Verbesserung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität […] einer Dienstleistung […] durch definierte und geplante Maßnahmen wie Einhaltung fachlicher Standards.“ [2]

Über internes und externes Qualitätsmanagement in Form von Qualitätszirkeln und ISO 9001 Zertifizierung, wurde bereits in vorangegangenen Beiträgen berichtet. Daher thematisiert der heutige Beitrag die qualitative Sicherung der Patientenversorgung durch fachspezifische Klinikleitfäden.

Leitlinienbasierte Klinikleitfäden

Seit fast 50 Jahren beschäftigen sich medizinische Fachgesellschaften mit dem Thema der Qualitätssicherung, deren Aufgabe es ist, […] zu definieren, an welchen Indikatoren die Qualität der ärztlichen Berufsausübung gemessen werden kann, wie Defizite aufgedeckt und die Qualität weiter verbessert werden kann.“ [3] Folglich zielt die qualitative Sicherung im Gesundheitswesen auf eine verbesserte Patientenversorgung ab. Die Einführung entsprechender Leitlinien verfolgt den Zweck, Ärzte und Therapeuten aus den Gesundheitsfachberufen bei der Entscheidungsfindung hinsichtlich diagnostischer und therapeutischer Versorgungsmöglichkeiten auf Basis des aktuellen Erkenntnisstandes zu unterstützen [4] – mit Erfolg! Denn die Klinikleitfäden sind nicht mehr aus dem Krankenhausalltag wegzudenken.

Steigende Behandlungsqualität durch fachspezifische Leitfäden

Hinter den Leitfäden stand die Ideee, dass Mediziner tatsächlich benötigtes Wissen in komprimierter Form schnell verfügbar haben. Dementsprechend sollen die Klinikleitfäden es ermöglichen, Medizinfragen in wenigen Sekunden zu beantworten – so Prof. Dr. Jörg Braun, Facharzt für Innere Medizin und einer der Initiatoren der klinischen Leitfäden. Ausgangspunkt dafür war, dass Ärzte zuvor auf nicht strukturierte und lange Fließtexte ohne greifbare Therapievorschläge zurückgreifen mussten [5]. Die Klinikleitfäden ermöglichen es hingegen, auf leitlinienbasierte Informationen zuzugreifen, um so qualitativ gesicherte Diagnosen zu stellen und Behandlungsempfehlungen zu geben. Inzwischen gibt es zahlreiche Leitfäden zu den verschiedenen medizinischen Fachbereichen. Aber auch zu Themen, wie Nachtdienst, Kinderkrankenpflege, Labordiagnostik, Medizinische Rehabilitation und zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst gibt es entsprechende Leitfäden, um nur einige zu nennen.

Die so gesicherte und sich stetig verbessernde Versorgungsqualität führt zu mehr Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit und letztendlich zu einem Reputationsanstieg der gesamten Klinik – weil Qualität eben Bände spricht!

Top 6 Elsevier Klinikleitfäden

Im Fachbuch-Blog können Sie die Top 6 Klinikleitfäden von frohberg nachlesen und erfahren zusätzlich, warum sie jeder haben sollte!

jb/KWM

[1] https://www.vdek.com/vertragspartner/Krankenhaeuser/Qualitaetssicherung.html

[2] Pschyrembel. Klinisches Wörterbuch. S. 1508, 267. Auflage

[3] https://www.awmf.org/service/gesamtarchiv/qualitaetssicherung.html

[4] https://www.awmf.org/fileadmin/user_upload/Leitlinien/Werkzeuge/Publikationen/Von_Leitlinien_zur_Qualitaetssicherung.pdf

[5] https://www.elsevier.com/de-de/connect/medizinstudium/25-jahre-klinikleitfaden

Hinterlassen Sie einen Kommentar