Recruiting – und dann? Mitarbeiter langfristig binden: So geht’s!

Krankenhäuser suchen händeringend nach neuem Personal. Doch ob Arzt oder Pfleger, Physiotherapeut oder Verwaltungsfachkraft – der Markt ist weitgehend leergefegt. Entsprechend zeitaufwändig und ressourcenintensiv gestaltet sich das Anwerben potenzieller Talente. Zahlen sich die Bemühungen dann einmal aus und ist ein neuer Mitarbeiter gefunden, ist die Recruiting-Reise aber noch längst nicht zu Ende. Vor allem das Onboarding entscheidet maßgeblich darüber, ob aus dem neuen Beschäftigten ein zufriedener und damit langfristiger Mitarbeiter wird.

Von der Vertragsunterzeichnung …

Die Einarbeitungszeit, besser bekannt als das so genannte Onboarding, beginnt – anders als häufig angenommen – nicht am ersten Arbeitstag, sondern schon deutlich früher. Den Startschuss gibt die Vertragsunterzeichnung. Und auch wenn es bis zum tatsächlichen Arbeitsbeginn noch einige Tage oder Wochen dauert, muss der neue Mitarbeiter ab sofort mit ins Boot geholt werden. Entsprechend sollte ihn die Klinik vorab bereits mit Infomaterial versorgen. Das können Steckbriefe der künftigen Kollegen sein oder ein Lageplan des Krankenhauses – mit Tipps, wo sich am besten zu Mittag essen lässt und welche Supermärkte sich in der Nähe befinden.

Und auch intern müssen die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen, schließlich soll am ersten Arbeitstag alles bereitstehen: vom Namensschild über den Schreibtisch bis hin zu den Benutzerdaten für das Krankenhaus-Informationssystem (KIS) und andere IT-Anwendungen.

… über die ersten Tage im neuen Job …

In der Folgezeit kommt es darauf an, den neuen Mitarbeiter nicht nur fachlich einzubinden, sondern erfolgreich ins Team zu integrieren. Die Klinik, insbesondere die jeweilige Station, muss zu einem zweiten Zuhause werden. Persönlicher Kontakt und Interaktion tragen dazu bei, „den Neuen“ bzw. „die Neue“ kennenzulernen. Eine Patenschaft für neue Kollegen kann beispielsweise helfen, Brücken zu bauen und ein Netzwerk zu flechten.

… bis zum Ende der Probezeit

Bis zum Ende der Probezeit gilt es dann, die gegenseitigen Erwartungen kontinuierlich abzuklopfen. Schließlich geht es nicht nur darum, ob die Klinik den neuen Mitarbeiter langfristig beschäftigen will, sondern vor allem auch darum, ob er für sich selbst eine Perspektive sieht und bleiben möchte. Regelmäßige Feedbackgespräche tragen dazu bei, sich anzunähern, Unsicherheiten zu besprechen und mögliche Entwicklungschancen aufzuzeigen.

Wie gelingt eine langfristige Bindung?

Entwicklungschancen und Karriereperspektiven sind dabei nicht nur für neue Kollegen erfolgsentscheidend. Auch langjährige Mitarbeiter benötigen immer wieder neue Impulse und Meilensteine, auf die sie hinarbeiten können. Neben konkreten Aufstiegsmöglichkeiten und monetären Anreizen gelten – insbesondere im Zuge des digitalen Wandels – Digital- und IT-Kompetenzen als ausschlaggebend, um die Belegschaft für die Zukunft zu rüsten und sie mit dem Handwerkszeug auszustatten, das sie in den nächsten Jahren im Krankenhausalltag benötigen. So wird ihnen die Angst vor Neuem und vor einer möglichen Überforderung genommen. Zudem sind Weiterbildungen immer ein Zeichen der Wertschätzung. Allerdings gilt es, den Wissenserwerb so in den Klinikablauf zu integrieren, dass er nicht als Mehraufwand, sondern als echter Mehrwert wahrgenommen wird.

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