Sensible Patientendaten: Wie sicher ist die Digitalisierung?

Datensicherheit © Nmedia/ Adobe.Stock.com

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Auf dem Weg zu Medizin und Verwaltung 4.0 ist die Digitalisierung aller verfügbaren Klinikinformationen ein unumstößliches Must-have. Das schließt auch die besonders sensiblen Patientendaten mit ein. In der Praxis gilt die Überführung analoger Unterlagen in digitale Dokumente jedoch häufig als Schreckgespenst. Virtuelle Aufbewahrung und höchstmöglicher Datenschutz schließen sich allerdings nicht aus. Im Gegenteil! In der Cloud sind die wertvollen Patienteninformationen in der Regel weitaus sicherer als im krankenhauseigenen Kellerarchiv.

Wie lagern Sie Ihre Daten?

Ganz grob unterteilt, existieren in den meisten Kliniken derzeit zwei Arten von Daten: analoge und digitale. Während die einen ein Dasein in Leitz-Ordnern und Kladden führen, sind die anderen im Serverraum verwahrt. Beides findet sich häufig im Untergeschoss des Gebäudes. Die eigenen Mitarbeiter wachen über diesen Datenschatz, sorgen für optimale Klimatisierung und Luftfeuchtigkeit. Sie bauen Firewalls auf, vergeben Passwörter und entwickeln dezidierte Zugangsbeschränkungen. Und doch sind sie von einer 100-prozentigen Sicherheit weit entfernt. Schon ein Feuer oder ein Leitungsbruch reichen aus, um den Datenbestand nachhaltig zu beschädigen.

Von der analogen zur digitalen Dokumentation

Eine der größten Hürden auf dem Weg zum Krankenhaus 4.0 ist die Digitalisierung des analogen Datenbestands. Aber diese Maßnahme ist unerlässlich. Denn auf Basis von analogen Unterlagen sind weder Vernetzung noch Wissensmanagement möglich. Suchlösungen und Collaboration-Tools brauchen digitale Daten, um zu funktionieren. Doch Krankenhäusern fehlen Zeit und Personal, um diese aufwändige Aufgabe zu bewältigen. Daran müssen Digitalisierungs- und Wissensmanagement-Projekte allerdings nicht scheitern. Schließlich gibt es Dienstleister, die hunderttausende Dokumente binnen weniger Tage ins digitale Zeitalter überführen – und zwar unter höchsten Sicherheitsaspekten.

Patientendaten in der Cloud?

Doch auch wenn der klinikweite Datenschatz digitalisiert vorliegt, muss er optimal geschützt werden. Gefahren lauern an allen Ecken und Enden: Hacker schleußen Trojaner ein, installieren Erpressersoftware oder greifen schlichtweg die Daten ab. Eine noch größere Gefahr geht von den eigenen Mitarbeitern aus. Oft aus Unwissenheit oder mangelndem Sicherheitsbewusstsein, häufig auch wegen zu hohen Zeitdrucks, wählen sie zu schwache Zugangscodes, kommunizieren über private Endgeräte oder übertragen Informationen mittels unsicherer Medien.

Mehr Bewusstsein für den Umgang mit sensiblen Daten lässt sich in Form von Workshops und einer kontinuierlichen Sicherheitskampagne schaffen. Größerer Schutz bei der Datenhaltung hingegen bedeutet Investitionen in Hard- und Software sowie hochspezialisiertes IT-Personal. Eine gute Alternative dazu besteht in der Auslagerung der Daten – an ein externes Datacenter. Hier gelten die höchsten Sicherheitsvorschriften: Sie erstrecken sich von baulichen Besonderheiten zum Schutz vor Naturgewalten, Einbrüchen und terroristischen Angriffen und reichen bis hin zu einer IT-Ausstattung, die die permanente Verfügbarkeit aller Daten rund um die Uhr gewährleistet. Der Unterschied zum eigenen Serverraum liegt in der hohen Professionalität der Rechenzentren. Im Unterschied zum Krankenhaus ist ihr Kerngeschäft die IT-Sicherheit. Damit sind Klinikdaten hier in aller Regel wesentlich sicherer als beim Datenhandling vor Ort. Ist der Dienstleister zudem in Deutschland ansässig, ist darüber auch eine Datenzugriff durch Dritte ausgeschlossen.

nl/KWM
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