Tipps für eine bessere Organisation

Klinikorganisation © pablocalvog – Fotolia.com

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Eine gute Klinikorganisation ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Mitarbeiter gut arbeiten und Patienten sich gut aufgehoben fühlen. Was zu einer guten Organisation gehört und wo die Fallstricke liegen, weiß Unternehmensberater Rüdiger Herbold. Besonders wichtig: Klare Verantwortlichkeiten und klare Regeln! Darüberhinaus sollten Pflege und Medizin eng miteinander verzahnt sein, nicht zuletzt zum Wohle des Patienten.

Interprofessionelle Organisation

Berufsgruppenübergreifend sollte dabei auch die Weisungsbefugnis des leitenden Personals sein. „Der Oberarzt kann auch den pflegerischen Stationsmitarbeitern Vorgaben machen, die Stationsleitung auch den Ärzten“, betont Rüdiger Herbold gegenüber kma-online. Dafür ist es wichtig, dass sich „beide Seiten“ auf gemeinsame Zielvorgaben einigen. Nur so ziehen alle an einem Strang und stimmen sich miteinander ab.

Weniger leiten, besser führen

Wer die Funktion der Stationsleitung überdenkt und auflöst, strafft die Organisationsstruktur. An ihre Stelle tritt eine Klinikpflegeleitung, die mit dem Chefarzt auf Augenhöhe zusammenarbeitet. Laut Rüdiger Herbold die Chance, alle Führungspositionen neu auszuschreiben und sie mit denjenigen Mitarbeitern zu besetzen, die tatsächlich dieser Aufgabe gewachsen sind.

Regeln formulieren und einhalten

Zu solchen Regeln gehören unter anderem eine langfristige Personaleinsatzplanung und eine klare Aufgabenzuweisung auch für Oberärzte. Es liegt am Chefarzt diese Vorgaben klar zu kommunizieren und auf deren Einhaltung zu bestehen.

Verantwortlichkeiten müssen klar sein

Klar zugewiesene Verantwortlichkeiten vermeiden zum Beispiel, dass Dokumente lange gesucht werden müssen, weil klar ist, wer für die Ablage Sorge trägt. Die dafür Verantwortlichen indes machen sich angreifbar, wenn sie ihre Aufgabe nicht erfüllen und werden in der Regel pflichtbewusst handeln.

Prozesse müssen spürbare Auswirkungen haben

Wie eine Maßnahme oder ein Arbeitsschritt umgesetzt wird, richtet sich nach den Auswirkungen, die es auf den Mitarbeiter hat. So habe es sich in der Praxis schon als Vorteil erwiesen, dass nicht der Arzt die Kodierung vornimmt, sondern eine dem Medizincontrolling zugeordnete Kodierkraft.

Gute Ideen begleiten

Eine Idee, so gut sie auch sein mag, kann hinfällig werden, wenn es an der Umsetzung scheitert. Deshalb bedarf es einer verantwortlichen Führungskraft, die Veränderungen kommuniziert, sich dafür einsetzt und gefasste Vereinbarungen regelmäßig überprüft. Darüber hinaus ist es wichtig, immer wieder zu kommunizieren, wie es um das Erreichen der gesteckten Ziele, wie beispielsweise eine Steigerung der Fallzahlen, bestellt ist. „Über die laufende Auseinandersetzung mit der Zielerreichung entsteht bei den Mitarbeitern das Bewusstsein für die Wichtigkeit des Ziels“, ist sich Rüdiger Herbold sicher.

Alle 10 Punkte für eine bessere Organisation finden Sie in der online Themenwelt der kma-online.

Quelle:
Patientenversorgung: 10 Punkte für eine bessere Organisation, Beitrag von Rüdiger Herbold, kma-online vom 3.4.2017

cp/KWM
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