Tipps gegen den Winterblues

Winterstimmung © Renate Stockinger/Thieme

© Renate Stockinger/Thieme

Alle Jahre wieder… Die Tage werden kürzer, schon bald steht uns die längste Nacht des Jahres bevor. Gleichzeitig zeigt sich das Wetter jahreszeitenabhängig nicht von seiner besten Seite: Der Himmel ist häufig grau statt blau. Das trübt die Stimmung! Das bilden wir uns nicht ein, sondern ist wissenschaftlich erwiesen. Die veränderten Lichtverhältnisse wirken sich auf unseren Hormonhaushalt und damit auf unsere Stimmungslage aus. Aber keine Sorge – es gibt ein paar einfache Maßnahmen, dem Winterblues zu entkommen.

Derzeit schüttet der Körper mehr Melatonin – das sogenannte Schlafhormon – und weniger Serotonin aus. Auch produziert unser Körper bei weniger Licht weniger Vitamin-D. Alles zusammen führt dazu, dass wir uns oft müde, abgeschlagen und antriebslos fühlen.

Ruhe gönnen und Energie tanken

Wissenschaftler wie die Psychologin Prof. Dr. Katja Mierke raten zunächst dazu, diese Phase möglichst zu akzeptieren und zu genießen. „Wir sind es nicht mehr gewohnt, den Jahreszeiten entsprechend zu leben.“ Die Herbst- und Winterzeit diene jedoch auch der Entschleunigung. „Wir sollten uns – wie die Natur – auch mal Ruhe gönnen, um neue Kraft für den nächsten Frühling zu tanken“, erklärt die Psychologin.

Licht und Luft tut gut

Wer sich dennoch nicht allzu tief ins Winterloch fallen lassen möchte, dem empfiehlt sie, sich so viel wie möglich draußen zu bewegen und Licht zu tanken, notfalls mit Hilfe spezieller Lichttherapielampen. Regelmäßige „Lichtduschen“ beim Arzt oder zuhause helfen auch in gravierenderen Fällen wiederkehrender Phasen von Winterdepression, der sogenannten „Seasonal Affective Disorder“ (SAD).

Nähe suchen

Auch die Kälte spiele eine entscheidende Rolle. „Aktuelle sozialpsychologische Studien belegen, dass sich Menschen einsamer fühlen, wenn sie körperlich Kälte ausgesetzt sind. Daher tut es uns jetzt besonders gut, wenn wir näher zusammenrücken. Anlässe dafür gibt es in der Vorweihnachtszeit reichlich“, so Prof. Mierke.

Mit Nelken und Zimt gegen die Winterdepression

Auch über die Nahrung kann man der Psyche Gutes tun: Die in Nelken und Zimt enthaltenen ätherischen Stoffe wirken nachgewiesen antidepressiv. Offenbar wissen wir hier instinktiv, was uns in der dunklen Jahreszeit guttut und haben uns mit der Weihnachtsbäckerei entsprechende kulinarische Traditionen geschaffen.

Quellen:
Tipps gegen den Herbstblues, Pressemeldung der Hochschule Fresenius, idw online, 13.11.2017

cp/KWM
Bildquelle: © Renate Stockinger/Thieme

 

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