Vernetzte Daten: So gelingt Suche im Krankenhaus

Tastatur © puje – Fotolia.com

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Die wachsende Informationsflut ist immer wieder Grund zur Klage. Dabei haben stetig steigende Datenmengen gerade in der Medizin auch ihr Gutes. Dank Vernetzung stehen aktuelle Laborwerte und neueste Forschungsergebnisse in Echtzeit zur Verfügung. Therapieverläufe lassen sich international vergleichen und für die eigene Arbeit adaptieren. Noch nie zuvor konnten Mediziner auf so viel valides Wissen zugreifen wie heute. Eigentlich ein Grund für Freude und Zuversicht. Aber nur eigentlich. Denn in der Praxis gleicht die Recherche nach der richtigen Information häufig der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Eine systemübergreifende Search-Lösung, am besten als Teil eines klinikweiten Wissensmanagement-Systems, schafft hier Abhilfe – und liefert die richtigen Daten auf Tastendruck.

Suche als größter Zeitfresser

Krankenhäuser betreiben zahlreiche Informationssysteme. Vollständig vernetzt sind sie in aller Regel aber nicht. Für die Suche nach der richtigen Information bedeutet das, mehrere Datenbanken einzeln zu durchforsten – und sich auf sein Erinnerungsvermögen zu verlassen. Steht das Gesuchte in einer Patientenakte, war es das Ergebnis des letzten Forschungsberichts oder werde ich vielleicht doch eher in meinen E-Mails fündig?

Kein Wunder, dass Wissensarbeiter – und dazu zählen auch Mediziner – bis zu zwei Stunden pro Tag mit der Suche nach relevanten Informationen verbringen. Dadurch verlieren sie wertvolle Zeit, die sie eigentlich ihren Patienten widmen sollten. Zunehmender Stress, erhöhte Fehleranfälligkeit und Überstunden sind die Folge. Das wiederum führt zu Unzufriedenheit und Demotivation. Um ihre wertvollen Fachkräfte bestmöglich zu unterstützen und sie damit auch langfristig zu binden, sollten Kliniken folglich dort ansetzen, wo der Schuh drückt: dem Zeitdruck. Und genau den nehmen sie, indem sie die klinikweite Suche optimieren.

Die richtige Information auf Knopfdruck

Möglich ist das mit einer systemübergreifenden Suchlösung. Das heißt: Statt wie bisher an mehreren Orten separat zu suchen, gibt – beispielsweise der Arzt – das Suchwort nur noch einmal ein. Anschließend durchforstet das Search-Tool automatisch alle im Krankenhaus vorhandenen Systeme und listet die Ergebnisse entsprechend ihrer Relevanz auf. So wie wir es beispielsweise von Google kennen. Auch passende E-Mail-Einträge werden dabei angezeigt. Ob die Information als Word- oder Excel-Dokument abgelegt wurde, in einem PDF enthalten ist oder als Ultraschallbild vorliegt, ist dabei zweitrangig. Eine Krankenhaussuche findet die gewünschten Informationen unabhängig vom Dateiformat.

Externe Quellen gleich mit durchsuchen

Und sie findet sogar Informationen, von denen Sie gar nicht wussten, dass sie existieren. Das klingt paradox? Die immer kürzer werdende Halbwertzeit, gerade von medizinischem Know-how, und die Fülle an Forschungsergebnissen, die täglich das Licht der Welt erblicken, machen aber genau das erforderlich. Statt sich mühsam von Publikation zu Publikation zu kämpfen, kann eine Krankenhaussuche durch entsprechende Schnittstellen externe Quellen einbinden – und so auch Ergebnisse aus Fachzeitschriften oder internationalen Datenbanken auflisten. So sehen Sie sofort, ob es zu Ihrer Frage eine aktuelle Erkenntnis gibt oder ein neuer Therapieansatz diskutiert wird.

Krankenhaussuche – das zahlt sich aus!

Auf diese Weise macht sich eine systemübergreifende Suche gleich mehrfach bezahlt: Das medizinische, aber auch administrative Personal spart wertvolle Ressourcen auf der Suche nach der richtigen Information und bekommt immer die aktuellsten Ergebnisse angezeigt. Das führt zu einem höheren Behandlungserfolg, zumal auch wieder mehr Zeit bleibt für den einzelnen Patienten.

nl/KWM
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