Wissensmanagement im Krankenhaus: Best Practices

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© Thieme & Frohberg GmbH

Wissensmanagement im Krankenhaus –  wo setzt es an und wie gelingt es? Die elektronische Patientenakte (ePA), die Einführung eines Krankenhausinformationssystems (KIS) oder die Telematikinfrastruktur – in der deutschen Kliniklandschaft gibt es zahlreiche Leuchtturmprojekte, die die Umsetzung von Wissensmanagement geradezu plakativ darstellen. Doch häufig handelt es sich dabei um regelrechte Mammut-Vorhaben, die immense personelle und finanzielle Ressourcen binden, zeitlich nur schwer einzugrenzen sind und deren ROI sich unter anderem aufgrund der hohen Komplexität und (anfänglichen) Fehleranfälligkeit nur schwer beziffern lässt. Aber es gibt auch kleinere Projekte, die sich quasi im Alleingang umsetzen lassen und deren Mehrwert ab der ersten Minute offensichtlich wird. Zwei Beispiele aus der Diagnostik und der internen Kommunikation sollen das verdeutlichen.

Die richtige Diagnose – der wichtigste Wissensbaustein auf dem Weg zum Behandlungserfolg

Wissensmanagement-Projekte sollen das verfügbare Know-how bestmöglich erschließen, um wertvolle Zeit bzw. bares Geld zu sparen und auf direktem Weg zum Ziel zu kommen. Daher sind entsprechende Vorhaben insbesondere in der Diagnostik quasi Gold wert. Denn hier gilt es, schnell die richtige Entscheidung zu treffen, um anschließend die am besten geeignete Behandlung einzuleiten. Fehldiagnosen hingegen kosten Zeit, Nerven und Geld – bei allen Beteiligten. Um hier besonders ressourcenschonend vorzugehen und im Sinne des Patientenwohles zu entscheiden, kann eine intelligente Suchmaschine den Diagnoseprozess unterstützen. Basierend auf den bekannten Symptomen lässt sich damit nach möglichen Ursachen forschen. Thieme hat eine solche Search Engine erst kürzlich in sein medizinisches Wissensportal eRef integriert. Mit dem smarten Symptom-Checker durchforsten Ärzte seither die heterogene Welt der Medizin. Die nach Wahrscheinlichkeit sortierten Differenzialdiagnosen sind dabei direkt mit Fachbüchern, -zeitschriften und -datenbanken verknüpft, um Diagnosen abzusichern und passende Therapien auszuwählen.[1]

„Die Integration von Symptoma in die eRef ermöglicht uns, Millionen monatlicher Suchanfragen durch Ärzte zu bedienen und sie während ihres Diagnose- und anschließenden Behandlungsprozesses zu unterstützen.“, so Dr. med. univ. Jama Nateqi, Gründer & Geschäftsführer von Symptoma.

Finden statt Suchen: Internes Wissen auf einen Blick

Wissensarbeiter verbringen täglich bis zu einem Viertel ihrer Arbeitszeit mit der Suche nach relevanten Informationen. Das heißt: Statt acht Stunden arbeiten sie nur sechs Stunden produktiv. Im Krankenhaus bedeutet das: 25 Prozent weniger Zeit für den Patienten. Nimmt man den Aufwand für Dokumentationen und andere administrativen Aufgaben hinzu, wiegt dieser Prozentsatz noch deutlich schwerer. Das Klinik-Wissen-Managen-Portal, kurz KWM-P, bündelt daher das gesamte verfügbare Krankenhauswissen und stellt es den Mitarbeitern über ein benutzerfreundliches Dashboard zu Verfügung. Leicht zugänglich und übersichtlich ordnet es relevante Informationen und macht sie bedarfsorientiert zugreifbar. Egal ob zur schnellen Inforamtionssuche, zur tiefgehenden Recherche oder zur systematischen Fortbildung – die medizinischen und pflegerischen Fachkräfte finden stets valides und sofort anwendbares Wissen.

Wissensmanagement als Effizienzfaktor

Wissensmanagement hat zum Ziel, die stetig steigende Informationsflut beherrschbar zu machen. Vor allem in der Medizin geht es darüber hinaus ganz besonders darum, geprüftes Fachwissen verfügbar zu machen. Im Fokus steht dabei der Faktor Zeit, der bei allen Beteiligten im Gesundheitswesen als besonders knappe – und damit wertvolle – Ressource gilt. Gelingt es, medizinische Informationen so aufzubereiten, dass sie über ein einziges Wissenscockpit schnell und sicher abrufbar sind, leistet Wissensmanagement einen wertvollen Beitrag für mehr Effizienz in den Klinikprozessen.

 

nl/KWM

 

Lesen Sie gerne auch unseren Beitrag über „Wissensmanagement in der Praxis: Die richtige Methode wählen“.

 

Quelle:

[1][1] https://www.thieme.de/de/presse/symptoma-eref-157216.htmd

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