Wissensmanagement im Krankenhaus: Medizin, Pflege & Verwaltung

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Richtig geplant und umgesetzt, kann es beim organisierten Umgang mit Wissen keine Verlierer geben. Wissensmanagement im Krankenhaus wirkt auf allen Ebenen – und zahlt sich für Ärzte, Pfleger, Therapeuten und Verwaltungsmitarbeiter gleichermaßen aus. Im Endeffekt profitiert die gesamte Klinikorganisation.

Wissensmanagement in der Verwaltung

Grundsätzlich ist die Krankenhausverwaltung dafür verantwortlich, u.a. Patientendaten händisch einzugeben, Anträge zu formulieren sowie abteilungsübergreifend mit externen Beteiligten zu kommunizieren. Datenerfassung, Datenabgleich und Datenänderungen gehören ebenso zu ihrer Kernaufgabe wie das Suchen von Informationen, die Ablage von Dokumenten und das Weiterleiten von Wissen. Vieles davon erfolgt manuell und schränkt wertvolle Ressourcen ein. Wissensmanagement kann den gesamten administrativen Klinikbereich revolutionieren, indem die Datenverarbeitung digitalisiert, Abläufe automatisiert und der Informationszugriff zeit-, orts- und geräteunabhängig möglich wird. Intelligente Textbausteine, smarte Workflows und Datentransparenz in Echtzeit schaffen in der Verwaltung die benötigten Freiräume, um die Datenflut zu steuern. Fällt ein Mitarbeiter aus, können die Kollegen jederzeit übernehmen – ohne Einarbeitungszeit und Suchaufwand.

Wissensmanagement für Ärzte, Pfleger und Patienten

Sind die Patientendaten einmal digitalisiert und für ein Krankenhausinformationssystem (KIS) oder in Form von elektronischen Patientenakten abrufbar, profitieren davon auch Ärzte, Pfleger und medizinisch-technische Mitarbeiter. Sie verlieren keine Zeit mehr auf der Suche nach einem Krankenblatt, einem Laborbefund, einer Handlungsanweisung oder einer wichtigen Randnotiz. Statt lange zu recherchieren, reichen dafür ein oder zwei Klicks im digitalen Wissensmanagement-Portal und das Wissen ist verfügbar.

Zudem erleichtert Wissensmanagement den interdisziplinären Austausch: Alle Beteiligten können auf ein und dieselben Dokumente zugreifen und auch Hinweise für die Kollegen hinterlassen. So weiß der Physiotherapeut dank einer kurzen Information des Arztes, worauf er besonders achten soll. Aufgrund eines Ampelsymbols erkennt der Pfleger, dass er bei der Essensausgabe auf eine Unverträglichkeit achten soll. Auch wenn sich die einzelnen Klinikmitarbeiter nicht immer persönlich treffen, so stehen sie dank Wissensmanagement in intensivem Austausch und können so Nachfragen und Unsicherheiten vorbeugen.

Wissensmanagement im Krankenhaus zahlt sich aus

Wissensmanagement lohnt sich aus zahlreichen Gründen: Prozesse werden schneller, Entscheidungswege verkürzen sich, der Wissensaustausch gestaltet sich effizienter. Die Mitarbeiter schaffen mehr in kürzerer Zeit, da redundante Arbeiten wegfallen und Suchzeiten sich minimieren. Die gewonnenen Ressourcen zahlen sich aus – beim Patienten, in der Qualität und letztlich im Ergebnis der gesamten Klinik.

 

nl/KWM

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