Wissensmanagement in der Pflege (Folge 2 von 3): Mit einem „Lerntag“ neue Impulse wecken und den Wissenstransfer beflügeln

Wissenstransfer in der Pflege© Matthias Enter – Fotolia.com

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Jeder Mitarbeiter in der Pflege verfügt über individuelles Erfahrungswissen, das auch Kollegen bei der Erledigung ihrer Aufgaben helfen könnte. In der Klinik lassen sich verschiedene Instrumente einsetzen, die dieses Wissen und Können allen betreffenden Mitarbeitern zugänglich machen. In der zweiten Folge stellen wir im Klinik-Wissen-Managen-Blog den „Lerntag“ vor. Er ist, wie der Name bereits sagt, deutlich zeitaufwendiger als die „Erfolgsbesprechung“ und mit Planung verbunden. Dafür bietet er die Chance von anderen Einrichtungen zu lernen und dadurch den Blick zu weiten und bisherige Standards zu reflektieren.

Instrument 2: Mit einem „Lerntag“ neue Impulse wecken

Der „Lerntag“ eignet sich besonders für Wissenstransfer – sei es innerhalb der Einrichtung, zwischen der Einrichtung und Kooperationspartnern sowie zwischen der Einrichtung und weiteren Partnern (Stakeholdern). Der Lerntag ermöglicht von anderen zu lernen, Betrachtungsweisen zu erweitern, Kooperationen zu verbessern oder neu zu begründen. Darüber hinaus kann er helfen, Missverständnisse zu klären.

Im Rahmen des Lerntages wechseln Mitarbeiter in eine andere Abteilung der Einrichtung oder in eine vergleichbare oder andere Abteilung des Kooperationspartners. Dort lernen sie andere Arbeitssituationen kennen, können vergleichen und Gelerntes für die eigene Arbeit übernehmen. Neben Kooperationsmöglichkeiten können diese Mitarbeiter auch Chancen erkennen, bestehende Kooperationen zu verbessern. Neu gewonnenes Wissen sollte anschließend jeweils in den Wissenstransfer fließen.

Folgende Varianten des Lerntages haben sich bewährt

Der „Wissensmanagementnachmittag“: Hier werden Wissensmanagementmethoden und Erfahrungen präsentiert, um sie möglichst vielen Mitarbeitern der Organisation bekannt zu machen.

Regelmäßige „Expertensprechstunden“: Experten für bestimmte Arbeitsaufgaben, Methoden oder Techniken stehen zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Verfügung, um Fragen zu beantworten und Hilfestellungen zu geben. Notwendige, aber sehr lohnenswerte Vorarbeit hierfür ist, dass bekannt ist, welche Mitarbeiter über welches Erfahrungswissen und Kompetenzen verfügen.

Quelle:

Handbuch PflegeWISSEN ist im Fluss: 30 Methoden für Wissenstransfer in der Pflege, Juni 2014, online unter: http://www.zukunft-pflegen.info

 

am/KWM
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