Wissensmanagement in der Pflege (Folge 3 von 3): Mit kreativen Mitteln vorhandenes Wissen sichtbar machen

Kreatives Wissensmanagement in der Pflege © alphaspirit – Fotolia.com

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In der letzten Folge zum Wissensmanagement in der Pflege stellen wir nach der Erfolgsbesprechung und dem Lerntag einige kreative Methoden vor, die sich gut in den Alltag in der Klinik einfügen. Um aus geleisteter Arbeit zu lernen, das Geschaffte im Blick zu behalten und Erfolgskriterien sowie Handlungsbedarf zu erkennen, eignet sich die „Geschichtslandkarte“. Mit ihrem Einsatz erzielt man Wissenstransfer, weitet den Blickwinkel und macht Erfahrungswissen sichtbar. Außerdem ist es für neue Mitarbeiter eine sehr gute Gelegenheit, mehr über die internen Abläufe in der Vergangenheit bis heute zu erfahren.

Instrument 3: Mit der „Geschichtslandkarte“ aus der Vergangenheit lernen

Für die Geschichtslandkarte wird ein großes Papier querformatig mit einer horizontalen Zeitleiste und einer vertikalen Achse für verschiedene Projekte versehen. Die Mitarbeiter füllen dieses Diagramm mit Stichworten oder vorhandenen kurzen Texten, mit einfachen Skizzen, mit Fotos oder Dokumenten, mit Werbematerialien oder Zeitungsartikeln. Beim Machen ergeben sich Gespräche, die für Wissenstransfer sorgen. Anschließend kann die Geschichtslandkarte sichtbar für alle Mitarbeiter auf Station aufgehängt werden. Zweimal im Jahr daran weiterzuarbeiten vertieft die Inhalte für den gesamten Zeitraum. Schön an der Geschichtslandschaft ist, dass sie gleich mehrere Sinne anspricht und sich auf diese Weise neu angeeignetes Wissen besser verfestigen kann. Die Methode erfordert jedoch auch ein Stück Mut zum Zeichnen oder zur Kreativität.

Auch folgende Methoden machen vorhandenes Wissen sichtbar und verfügbar:

Die „Eine halbe Geschichte“: Hier präsentiert die Leitung den Mitarbeitern eine herausfordernde Situation in Form einer halben Geschichte. Jeder Mitarbeiter schreibt die Geschichte zu Ende und beantwortet so die Frage, wie er persönlich die Aufgabe lösen würde. Schließlich werden die Geschichten verglichen und hinterfragt und es werden Schlüsse für die Arbeit gezogen.

Das „Erfahrungsdiagramm“: Mitarbeiter geben ihre individuellen Erfahrungen im Team für alle weiter. Auf ein großes querformatiges Papier mit horizontaler Zeit-Achse und vertikaler Stimmungsachse (sehr positiv bis sehr negativ) tragen die Mitarbeiter ihre beste und ihre unangenehmste Arbeitserfahrung seit der letzten Arbeitsbesprechung ein. Dann diskutieren sie diese und ziehen Schlussfolgerungen.

Quelle:

Handbuch PflegeWISSEN ist im Fluss: 30 Methoden für Wissenstransfer in der Pflege, Juni 2014, online unter: http://www.zukunft-pflegen.info

 

Wissensmanagement in der Pflege: Ausgewählte Instrumente

 

 

am/KWM
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