Wissensmanagement: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Wissensmangement © iQoncept/ adobe.stock.com

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Zu teuer, zu zeitaufwändig und zu ressourcenintensiv – mit diesen Argumenten werden Wissensmanagement-Projekte oft voreilig vom Tisch gefegt. Oft scheuen die Verantwortlichen aber die Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Zukunftsthema. Sie sehen Umsetzungsprobleme, wo es gar keine gibt. Denn feststeht: Wissensmanagement beginnt im Kopf. Wenn es sich dort verankert hat, führen viele Wege zum Ziel.

Mit Überzeugung punkten

Wissensmanagement funktioniert auch mit kleinem Budget. Wissensmanagement gelingt oft sogar mit der vorhandenen IT. Wissensmanagement spart mehr Geld als es kostet. Wissensmanagement macht Prozesse schlanker und effizienter. Wissensmanagement kann man sofort beginnen. Wissensmanagement nutzt jedem einzelnen Mitarbeiter. Wissensmanagement kommt dem Krankenhaus zugute – und den Patienten. Wissensmanagement hilft gegen die Auswirkungen des demografischen Wandels. Wissensmanagement kann im Kleinen beginnen und Großes bewirken. Aber: Wissensmanagement funktioniert nur aus voller Überzeugung. Wenn die Führungspersönlichkeiten der Klinik hinter dem Vorhaben stehen und es schaffen, ihre Belegschaft für das Projekt zu begeistern, ist der Erfolg nicht mehr weit entfernt.

Valide Kennzahlen suchen und finden

Steht ein Wissensmanagement-Vorhaben im Raum, gilt es zunächst, die Mehrwerte zu promoten. So können beispielsweise digitale Prozesse wahre Zeitfresser ausschalten und bei den Mitarbeitern wertvolle Ressourcen freisetzen, die den Patienten zugutekommen. Aus den definierten Zielen lassen sich auch die für Budgetentscheidungen unerlässlichen „harten Fakten“ ableiten. Insbesondere der Ruf nach validen Kennzahlen gestaltet die Argumentation im Wissensmanagement schwer. Denn der Erfolg entsprechender Maßnahmen macht sich in der Regel erst verzögert bemerkbar. Doch auch hier gilt: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Versprechen Wissensmanagement-Projekte beispielsweise Zeitersparnisse, so lassen sich diese vielfältig belegen. Evaluieren Sie die aktuellen Überstunden, die Wartezeiten in der Notaufnahme oder den Personalbedarf pro Station. Werden wissensintensive Prozesse schlanker und die Mitarbeiter dadurch entlastet, können sich diese Kennzahlen nach ein bis drei Jahren signifikant verbessern – der Beweis, dass Wissensmanagement wirkt.

Wissensmanagement erfordert Kreativität

Wissensmanagement hat viele Facetten. Oft ähneln sie den komplexen Herausforderungen im Klinikalltag. Wer schnelle Erfolge erzielen möchte, muss mit Kreativität nach den drängendsten Herausforderungen suchen und sie am besten mit Bordmitteln lösen. Da die Hemmschwelle bei IT-Systemen häufig hoch ist, muss Wissensmanagement auch nicht unbedingt mit einem technischen Projekt beginnen. Stattdessen könnte die oft vernachlässigte Kommunikation in den Mittelpunkt rücken: Wer spricht im Krankenhaus mit wem? Und wer spricht eigentlich gar nicht miteinander – sollte es aber vielleicht? Wer mit offenen Augen und Ohren durch die Klinikgänge läuft, und das ein oder andere Gespräch in der Kaffeeecke führt, weiß schnell, wo der Schuh drückt und welche Lösungsmöglichkeiten sich anbieten. Solche Anregungen gilt es aufzugreifen. Bringen Sie Leute an einen Tisch, die sonst wenig miteinander zu tun haben. Fördern Sie den Wissensaustausch und die Kommunikation auch über den hierarchischen Tellerrand hinweg.

Das motiviert und bringt ganz neue Erkenntnisse. Ohne hohen Budget- oder Ressourceneinsatz. Ganz nebenbei entstehen so die allzu oft vernachlässigten wissensförderlichen Rahmenbedingungen. Und genau die braucht es, um Wissensmanagement überhaupt erst umsetzbar zu machen. Smarte Lösungen, die dem Klinik-Wissensmanagement auf das nächste Level verhelfen, schließen sich diesem Schritt an – und haben bestmögliche Erfolgsaussichten, denn sie fußen auf einer nachhaltig etablierten Wissenskultur.

nl/KWM
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