Zeit ist Geld: Was Wissensmanagement in Kliniken leisten kann

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Zu teuer, zu aufwändig, zu ressourcenintensiv – das sind häufige Argumente, wenn geplante Wissensmanagement-Projekte in Kliniken verschoben werden. Anderes scheint wichtiger, dringender und wettbewerbsrelevanter zu sein. Doch das ist ein Trugschluss. Denn obwohl es Wissensmanagement nicht zum Nulltarif gibt und die erfolgreiche Einführung auch nicht nebenbei gelingt, wirkt die Implementierung entsprechender Tools und Methoden vor allem kostensenkend, zeitsparend und mitarbeiterentlastend. Wie kann das sein?

Schwierige Rahmenbedingungen erhöhen den Handlungsdruck

Aufgrund der aktuellen Marktveränderungen stehen deutsche Krankenhäuser unter Druck: Die zunehmende Konsolidierung der Kliniklandschaft und steigender Wettbewerb untereinander zwingen die Verantwortlichen zu einem Umdenken. Es stellt sich ihnen die Frage: Wie können wir für Patienten attraktiver werden als die Konkurrenz? Angesichts steigender Kosten auf der einen und schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auf der anderen Seite, sind viele Krankenhäuser zu einem strengen Sparkurs gezwungen, der allerdings nicht zu lasten der Patienten gehen soll. Aber wo liegen noch Einsparpotenziale brach, die sich anzapfen lassen? Genau, beim Thema Wissensmanagement.

Herausforderungen im Gesundheitswesen

Aktuell zählen der demografische Wandel und die digitale Transformation zu den größten Herausforderungen im Gesundheitsweisen. Kliniken sind davon besonders betroffen. Worum geht es?

In unserer Gesellschaft gibt es immer mehr ältere Menschen, die dank steigender Lebenserwartung deutlich älter werden als noch in den Vorgängergenerationen. Aufgrund ihrer oft multimorbiden Erkrankungen entstehen hohe Gesundheitskosten. Allerdings sinkt die Zahl der potenziell Erwerbstätigen kontinuierlich, so dass immer weniger Menschen in das Gesundheitssystem einzahlen. Zudem fehlt es an den nötigen Fachkräften zur Behandlung und Pflege einer alternden Gesellschaft. Um die dadurch entstehende Lücke zu schließen, müssen Routineaufgaben automatisiert und entsprechende Zeitfresser eliminiert werden. Nur so haben die verfügbaren Mitarbeiter ausreichend Zeit, sich um die Patienten zu kümmern.

Was kann Wissensmanagement in Kliniken leisten?

Und genau hier setzt die Digitalisierung – als Teil des Wissensmanagements – an. Denn Wissensmanagement trägt nachhaltig zur Effizienzsteigerung bei. Das gelingt, indem es

  • Fachinformationen und medizinisches Wissen besser erfasst und bedarfsorientiert bereitstellt. Dadurch sind relevante Daten zeit- und ortsunabhängig per Knopfdruck verfügbar.
  • Suchzeiten reduziert. Klinikmitarbeiter sind Wissensarbeiter. Sie stützen sich bei ihrem täglichen Handeln einerseits auf patientenspezifisch erhobene Daten – vom Laborwert bis hin zu den Ergebnissen bildgebender Verfahren –, kombinieren diese mit ihren Erfahrungswerten und neuesten Forschungserkenntnissen. Doch oft haben sie nicht alle Informationen sofort parat. Wissensarbeiter verbringen zwischen 15 und 35 Prozent ihrer Arbeitszeit mit der Wissenssuche. Das geht zulasten der Patienten.
  • vernetztes Arbeiten ermöglicht. Wo Wissensflüsse transparent und Daten jederzeit zugreifbar sind, werden Redundanzen und unnötige Versionierungen vermieden. Jeder hat immer die aktuellsten Informationen zur Hand. Das verhindert zeit- und kostenintensive Doppelarbeiten, reduziert Fehler und beugt Abstimmungsproblemen vor.

nl/KWM

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